Der Arzt, dem die Profis vertrauen
Seit vielen Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung und Information. Heute: Der Bewegungsdoc
Das Tröstliche für uns Normalsterbliche ist, dass auch Profisportler ihre Schwächen und Macken haben. So verrät Dr. Helge Riepenhof, Chefarzt im BG Klinikum Hamburg-Boberg, dass Nationalelf-Verteidiger Antonio Rüdiger, bekannt für sein aufbrausendes Temperament, mit dem rechten Zeigefinger seine linke Handfläche nachzeichnet, wenn er spürt, dass ihm auf dem Platz mal wieder die Gäule durchzugehen drohen. Riepenhof nennt das Stressabbau. Der Mediziner, bekannt aus TV-Formaten wie "Visite" oder "Die Bewegungsdocs", ist Facharzt für Rehabilitationsmedizin, Orthopädie und Sportmediziner. Er hat etliche Fußballmannschaften, Radfahrer, Leichtathleten, Formel 1-Fahrer und Basketballer betreut. Und er gab bei der EWE in einem Vortrag Einblick in sein unerschöpfliches Medizinerwissen. Ob Muskelaufbau, Stärkung des Bewegungsapparats, Gewichtsreduktion oder Schmerzlinderung, kein Thema blieb in seinen unterhaltsamen Ausführungen ausgespart. Kleine praktische Übungen zwischendurch regten das Publikum zum Nachmachen an. Mir haben die eingestreuten kleinen Anekdoten am besten gefallen. Zum Beispiel die, wie er Francesco Totti und seine Mitspieler vom AS Rom dazu bringen konnte, auf den Koffeinkick mit ihrem heißgeliebten Espresso am Nachmittag zu verzichten und stattdessen auf koffeinfreien Kaffee umzusteigen, damit das Fußballerschläfchen gelingt. Wer so etwas in Italien schafft, hat als Arzt mein vollstes Vertrauen.