Die Retter in der Not
Seit Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung. Heute: Die Seenotretter.
Wer die Doku-Serie "Die Seenotretter" im Fernsehen verfolgt hat, weiß, welche Arbeit die Frauen und Männer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) leisten. Ein Skipper, dessen Segelboot in schwere See geraten ist und nun manövrierunfähig zum Spielball der Wellen geworden ist, wird von den Seenotrettern aus seiner misslichen Lage befreit. Seeleute, deren Frachter im Sturm gesunken ist, werden vom Seenotrettungskreuzer aufgenommen. Es ist schon atemberaubend, welche Entwicklung der Rettungsdienst in den mehr als 150 Jahren seines Bestehens genommen hat. Vom schweren Holzboot, das mit Muskelkraft vom Strand ins Meer gezogen werden musste, um dann gegen die Wellen zu den Schiffbrüchigen gerudert zu werden, bis zum heutigen ultramodernen Rettungskreuzer war es ein langer Weg. Zwischen Borkum und Usedom unterhält die ausschließlich spendenfinanzierte Gesellschaft 53 Stationen mit rund 60 Seenotrettungskreuzern und Seenotrettungsbooten, die mit etwa 1000 Haupt- und Ehrenamtlichen bemannt sind. Davon sind allerdings nur 180 Personen hauptamtlich tätig, der Großteil der Seenotretter setzt sich also aus Freiwilligen zusammen, die jährlich im Durchschnitt 2000 Einsätze leisten. Umso mehr ist dieses Engagement zu würdigen. Das kann jeder am Sonntag, 26. Juli, tun. Denn dann ist der alljährliche bundesweite Tag der Seenotretter. In Cuxhaven findet der Aktionstag von 11 bis 17 Uhr im Fährhafen statt. Dort liegt ist die "Anneliese Kramer" stationiert, die beim "Open Ship" an diesem Tag besichtigt werden kann. Auch beim Künstlerpromenadenfest in Duhnen ist die DGzRS mit einem Info-Stand vertreten.
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