Innovation in der Küche: Marketing-Experte müsste man sein
Seit Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung. Heute: Neue Produkte im Supermarkt.
Marketing-Experte müsste man sein. Ich sehe sie förmlich in ihren Büros sitzen und sich auf die Schenkel klopfen, während sie in Goldgräberstimmung neue Produkte ersinnen, die es in Wirklichkeit längst gibt, aber für die sich nun ein schier unerschöpflicher Markt auftut, nämlich durch den wachsenden Kreis der Airfryer-Nutzer.
Darüber, ob ein Airfryer, nichts anderes als eine Heißluftfritteuse, überhaupt sinnvoll ist, darüber existiert eine wahrscheinlich ebenso emotional geführte Debatte wie über den Thermomix. Letztendlich handelt es sich um nichts anderes als einen kleinen Heißluftofen, der sich als überaus praktisch erweisen kann, um nicht für jedes Gericht und jedes Brötchen den großen Backofen anzuwerfen (vielleicht erkennt man, welchem Lager ich angehöre).
Als mündige Verbraucherin traue ich mir sogar zu, das Aufnahmevermögen des Geräts richtig einzuschätzen und nicht gerade hineinzuwerfen, was direkt in Flammen aufgehen würde. Und, oh Wunder: Es funktioniert wie in alten Zeiten sogar mit Kartoffeln und Gemüse.
Dennoch scheint in den Supermärkten die Airfryer-Produktpalette mit galoppierender Geschwindigkeit zu wachsen, wie ich bei jedem Einkauf staunend feststelle. Kürzlich fiel mein Blick sogar bei einer Tüte mit Aufbackbrötchen auf die Aufschrift "Auch für Airfryer". Wie erstaunlich. Gut, dass wir Verbraucherinnen und Verbraucher so gewissenhaft an die Hand genommen werden.