Monopoly wird in einer Büchse überleben
Seit Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung. Heute: Antike und neuzeitliche Brettspiele.
Asterix-Leser wissen, dass die bedauernswerten Legionäre gerne mal zockten. "Die Würfel sind gefallen", lautet außerdem eine ziemlich berühmte Redensart, die dem großen Cäsar von seinem Biografen im Jahr 120 n. Chr. in den Mund gelegt wurde. Im Dunkel der Geschichte blieb bislang nicht selten, was das für Spiele gewesen sein mögen, mit denen die Römer ihre Zeit totzuschlagen pflegten. Künstliche Intelligenz hilft uns auch in diesem Fall auf die Sprünge: Einem Sprachmodell gelang es vor Kurzem, die Regeln eines antiken Brettspiels zu entschlüsseln, dessen Hauptbestandteil im heutigen Heerlen (Niederlande) ausgegraben worden war. Es handelt sich um eine Steinplatte - mit Linien versehen, die entfernt an ein Mühlespiel erinnern. Anhand von Abnutzungsspuren rekonstruierte die KI, wie nicht mehr vorhandene Spielsteine anno dazumal bewegt worden sind.
Ob sich vergleichbare Fragen jemals unseren Nachfahren stellen? Schwerlich, weil (materialbedingt) weder von Jenga noch von "World of Warcraft" in ferner Zukunft etwas übrig sein dürfte. Aber: Vielleicht überlebt eine Monopoly-Sammleredition aus dem Jahr 2011. Die erschien nämlich in einer Blechbüchse als Verpackung.