Patches-Revival: Von London bis zum Deichbrand-Festival
Seit Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung. Heute: Patch-Liebe
Als ich vor ein paar Wochen in London war, besuchte ich dort das Shakespeare-Globe-Theater. Es liegt direkt an der Themse und ist eine Rekonstruktion des originalen Theaters aus dem Jahr 1599. Shakespeare selbst war dort der Hausdichter. 1613 wurde es dann durch ein Feuer zerstört. Wie das Original handelt es sich bei dem Neubau um ein Freiluft-Theater, das 1997 eröffnet wurde. Ich sah dort "Ein Sommernachtstraum" und fühlte mich wie in eine andere Zeit versetzt. Die Moderne hielt aber im Souvenir-Shop Einzug. Dort gab es Patches. Kleine, runde Stoffstücke, bestickt mit Shakespeare-Zitaten. Bereits in meiner Jugend trug ich etliche Patches von verschiedenen Orten auf eineTasche genäht.
Dass Patches ein Revival feiern, zeigte sich auch beim Deichbrand-Festival. Dort hatte die Polizei zur Premiere der Einsatzbetreuung eigens entworfene Deichbrand-Patches aufgelegt. Die ehrenamtlichen Helfer der Einsatzbetreuung ermöglichten den Einsatzkräften eine kleine Auszeit vom oftmals fordernden Dienstalltag auf dem Festival. Die Patches waren schnell vergriffen, viele Polizistinnen und Polizisten wollten sich das Erinnerungsstück sichern. In den kleinen Stoffstücken liegt eben ein besonderer Reiz. Sie sind mehr als bloße Dekoration. Sie erzählen Geschichten, erinnern an besondere Orte, Erlebnisse oder Menschen.
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