Tut Duschen im Dunkeln gut?
Seit vielen Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung und Information. Heute geht es um den Wellness-Trend Dark Showering.
Slow Food, Silent Reading, Longevity, Sound Baths - erstaunlich, was es alles an Wellness-Trends gibt. Der neueste letzte Schrei in der Erholungswelt, der gerade die Runde macht, ist Dark Showering. Licht aus, Dusche an, ab unter die Brause und genießen. Achtsames Duschen sozusagen. Das Duschen im Dunkeln soll neben Genuss auch aktive Gesundheitsvorsorge sein, haben Forscher herausgefunden. Wer sich vor dem Schlafengehen ohne Licht abseift, soll nach stressigem Alltag besser einschlafen, heißt es. Überhaupt soll sich dadurch die Schlafqualität steigern. Denn, so kam es durch Studien ans Licht (ach herrje): Warmes Wasser reduziert das Stresshormon Cortisol, die Dunkelheit dagegen setzt das Schlafhormon Melatonin frei. Meine Frau praktiziert diese Art des Duschens schon seit Jahren, ist also quasi Trendsetterin. Eine kleine Kerze reicht ihr als Lichtquelle. Ich selbst halte nichts von der Dunkelduscherei. Wie schnell vertauscht man Duschgel und Conditioner. Sucht vorsichtig tastend nach dem Handtuch. Stößt sich den Zeh an der Duschwand. Während Influencer versprechen, dass man beim Duschen im Dunkeln "zu sich selbst findet", findet man in Wahrheit vor allem: nichts. Was kommt als Nächstes? "Black Zähneputzing" oder "Blind Breakfast"? Bitte nicht. Es werde Licht.