Unerwartete Attraktion im Altenwalder Dschungel
Seit Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung. Heute: Virtuelle Sehenswürdigkeiten.
Ich erinnere mich an eine frühe KI-Schulung (KI = Künstliche Intelligenz) mit einer Kollegin. Um uns eine gesunde Skepsis zu lehren, hatte sie die KI mit einer Frage zu einer geografischen Besonderheit in ihrem Dorf gefüttert und eine erstaunliche Antwort erhalten. Umso erstaunlicher, weil es diese Sehenswürdigkeit nie gegeben hatte. Dass sie etwas nicht weiß, mag eine KI, die darauf geprägt ist, dem Nutzer zu gefallen, allerdings nicht so gerne preisgeben.
Seltsame Dinge kann aber auch eine einfache Suche bei Google Maps zutage fördern. Jedenfalls war ich höchst interessiert, als ich auf der Karte in Altenwalde die Bezeichnung "Tigerpark", ergänzt durch ein Wanderer-Piktogramm und den Hinweis "Rund um die Uhr geöffnet", entdeckte. Seltsam, bei meinen Spaziergängen auf dem Verbindungsstück zwischen Franzenburg und Gudendorf waren mir bislang noch nie gestreifte Wildkatzen aufgefallen.
Frag' ich doch gleich mal die KI "Gemini", immerhin aus derselben Google-Familie. "Es gibt keine historischen oder aktuellen Belege für einen Tigerpark in Altenwalde. Schlagzeilen gab es in Altenwalde eher durch Sichtungen von Wölfen im Ortskern als durch exotische Tiere", wirft sie mir aus. Zusammen forschen wir weiter und die KI lobt mich: Korrekterweise heißt dieses Gebiet nämlich, wie von mir in die Diskussion geworfen, "Sieben Hügel" und beim Tigerpark handle es sich offenbar um einen Scherzeintrag. Die übrigens gar nicht so selten sein sollen; manche davon erreichen Kultstatus wie der "magische", mit fünf Sternen bewertete Stromkasten von Hymendorf.
CNV-Newsletter
Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.