Zwischen Bewunderung und Ahnungslosigkeit
Seit Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung. Heute: Trends und Generationen.
Es ist schon ein Running Gag, wenn wir uns in unserem altersgemischten Großraumbüro gegenseitig über unsere Gewohnheiten hochnehmen. So war das Hallo groß, als ich gestand, dass ich noch immer ein Festnetztelefon besitze und es oftmals sehr viel handlicher finde als ein schnitzelgroßes Smartphone am Ohr. Wirklich smart wäre wahrscheinlich, es auf den Tisch zu legen und einfach frei zu sprechen oder Kopfhörer zum Telefonieren zu benutzen (für mich unvorstellbar).
Beim Thema Medien entscheiden neben persönlichen Vorlieben schon wenige Jahre über die Frage "Streaming oder nicht?" Auch, wenn es manchen unvorstellbar erscheint: Ein Leben ohne Netflix ist möglich. Ein soziales Medium verfolgen wir allerdings - ungeachtet des Alters - fast alle mit Leidenschaft. Nur dass es sich dabei natürlich um das RICHTIGE Medium und die richtigen Kanäle handeln muss.
Wie nah Bewunderung und Ahnungslosigkeit zusammenliegen, stellte sich kürzlich heraus, als Robert Marc Lehmann am gestrandeten Wal am Timmendorfer Strand auftauchte. Robert, den kennen sie doch? Immerhin fasziniert er mit seiner "Mission Erde" über eine Million Follower auf YouTube und knapp 790.000 auf Instagram. Unser Kollege konnte es überhaupt nicht fassen, dass wir (und da waren sich die Ü 50er komplett einig) diesen Namen noch nie gehört hatten.
Zum Glück konnte ich mit dem Namen Jacques Cousteau kontern, dem französischen Meeresforscher und Filmer, dem wir alle im Fernsehen früher in die Tiefe gefolgt sind. Dreimal dürfen Sie raten, wer von den unter 30-jährigen den Namen kannte. Aber warum nicht? Am Ende hatten wir alle etwas dazugelernt.