0:8-Klatsche: FC Cuxhaven erlebt gegen Celle einen rabenschwarzen Tag
Der FC Cuxhaven bleibt auch nach dem vierten Spieltag ohne Punkt. Gegen den MTV Eintracht Celle war der Landesliga-Aufsteiger beim 0:8 völlig chancenlos. Nun soll am Sonntag in Römstedt die Reaktion folgen.
Es war ein gebrauchter Tag für den FC Cuxhaven. Nach zuvor drei Spielen mit zumindest teilweise guten Leistungen, hatte der Landesliga-Aufsteiger am Sonnabendnachmittag bei der 0:8-Heimklatsche vor rund 200 Zuschauern auf dem Grodener Sportplatz gar keine Chance gegen das Topteam des MTV Eintracht Celle. Das musste auch Frank Mertha nach dem Spiel eingestehen. Der Co-Trainer des FC vertrat zusammen mit Kai Dombrowski und Fernando Schelenz den ortsabwesenden Cheftrainer Timo Szybora an der Seitenlinie. "Celle war uns in allen Belangen überlegen - technisch, körperlich und gedanklich", sagte er. Die Cuxhavener Mannschaft, die kurzfristig auf Niklas Menke (Fußverletzung) und den beim Warmmachen umgeknickten Kevin Kreth verzichten musste, wirkte dagegen blutleer. Sie ergab sich mehr oder weniger ihrem Schicksal. Ein Aufbäumen war von Beginn an nicht zu erkennen. Celle hatte leichtes Spiel - vor allem Toptorjäger Jean-Luca van Eupen wusste das zu nutzen. Nach neun Minuten landete der Ball nach einer abgefälschten Vorlage vor seinen Füßen. Die Chance ließ er sich nicht entgehen und traf flach ins linke Eck zur frühen Führung. Es war der Anfang einer Torshow des 26-Jährigen, der in der Jugend für Hannover 96 in der Bundesliga stürmte. Nach nicht ganz einer halben Stunde knallte er den Ball aus 16 Metern genau in den Winkel zum 2:0. Die FC-Spieler wirkten beeindruckt, Celle spielte ruhig weiter und nutzte mit dem Pausenpfiff einen Eckball zum 3:0 durch Karim Jellali. Er traf völlig freistehend per Kopf. Für Frank Mertha war dieses Tor vorentscheidend.

"Der Glaube war anfangs noch da, mit dem 3:0 aber endgültig gebrochen", sagte er. In der zweiten Hälfte nahm das Unheil seinen Lauf. Celle hörte einfach nicht auf, nach vorn zu spielen - und war weiterhin treffsicher. Drei Minuten nach Wiederanpfiff schweißte Emil Roselieb den Ball aus rund 20 Metern Torentfernung perfekt in den Winkel des Cuxhavener Tores. Das nächste Traumtor. Und wieder war Tjark Mertha im Gehäuse des FC Cuxhaven chancenlos. So wie bei den noch folgenden vier Toren übrigens auch. Drei davon erzielte Jean-Luca van Eupen, der damit fünf der acht Tore für den MTV schoss. Nach vier Spieltagen hat er bereits zehn Saisontore auf dem Konto. "Wir müssen das Spiel jetzt so schnell wie möglich aus den Köpfen bekommen", sagte Co-Trainer Mertha. Angefangen hat er damit direkt nach dem Spiel in einer längeren Aussprache mit der Mannschaft. Ab Montag richtet sich der Fokus auf die kommenden Aufgaben. Nächsten Sonntag geht es zum MTV Römstedt. "Für uns beginnt die Saison jetzt gegen Römstedt. Da werden wir ein ganz anderes Gesicht zeigen", ist sich Mertha sicher.

Auch wenn er mit seiner Mannschaft gegen einen der Topfavoriten der Liga heillos unterlegen war, schmerzt vor allem die Art und Weise der Niederlage. "Wir haben einfach zu wenig Gegenwehr geleistet", sagte er. Was in Rotenburg und Bornreihe gegen die anderen beiden Aufstiegskandidaten noch positiv auffiel, ließen sie gegen Celle komplett vermissen. Im nächsten Spiel verspricht Mertha eine Reaktion seiner Mannschaft. "Wir wissen, worauf es ankommt. Wir haben jetzt viermal verloren. Da gibt es nichts schönzureden", sagte der Co‑Trainer. In den nächsten Wochen müssen dringend Punkte her für den Aufsteiger, der als einzige Mannschaft in der Landesliga noch ohne zählbaren Erfolg am Tabellenende steht - am besten schon am Sonntag in Römstedt, wenn laut Mertha die Saison so richtig für den FC Cuxhaven beginnt.
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