Größer geht es nicht mehr: Teilnehmerrekord beim Triathlon in Otterndorf
Der Otterndorfer Volksbank-Triathlon ist ausgebucht. 450 Teilnehmer messen sich im Schwimmen, Radfahren und Laufen. Wegen der Rekordteilnehmerzahl gibt es auch einige Änderungen in diesem Jahr.
Der See Achtern Diek dürfte am Sonntag, 30. August, schon früh Wellen schlagen. Denn wo sonst Spaziergänger entspannt ihre Runden drehen, gehen Schwimmer ins Wasser, werden Räder aus den Wechselzonen geschoben und Laufschuhe geschnürt. Der Otterndorfer Volksbank-Triathlon ist seit sechs Wochen ausgebucht. 400 Einzelstarter und 50 Staffeln stehen auf der Meldeliste - so viele wie noch nie.
Mehr geht nicht. "Wir sind jetzt am absoluten Limit", sagt Maik Schwanemann, Geschäftsführer des TSV Otterndorf. Noch immer erreichen ihn täglich Anfragen nach einem Startplatz. Doch die Platzkapazitäten rund um den See Achtern Diek sind ausgeschöpft. Für die Athleten beginnt der Wettkampftag um 10 Uhr, wenn der erste Startschuss für die olympische Distanz fällt: 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Um 11.30 und 12 Uhr folgen die Startgruppen der Sprint-Distanz mit 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern auf dem Rad und fünf Kilometern Laufen. Auch die Staffeln absolvieren diese Sprintstrecke und teilen sich die drei Disziplinen.
Eigene Wechselzone für die Staffeln
Mit dem größeren Starterfeld wächst auch der Platzbedarf. Deshalb werden die Wechselzonen der Staffeln und Einzelstarter in diesem Jahr erstmals getrennt. Eine optische Wegeführung soll den Teilnehmern die Orientierung erleichtern. Helfer sorgen dafür, dass es zwischen Fahrrädern, Sportlern und Zuschauern möglichst übersichtlich bleibt. Da die Radstrecke durch Otterndorf und über mehrere Kreuzungen führt, sichern Helfer des TSV die Strecke sowie die zu kreuzenden Nebenstraßen ab und besetzen die Trinkstationen. Die Feuerwehr sorgt für zusätzliche Sicherheit auf der Strecke, die DLRG übernimmt die Wassersicherung und die medizinische Versorgung. Für Autofahrer und Anwohner bedeutet der Wettkampftag deshalb Einschränkungen in und um das Feriengebiet, im Strandbereich und auf den Straßen in und um Otterndorf. Deshalb ist in der Zeit von 9.30 bis circa 14 Uhr mit Behinderungen und vorübergehenden Durchfahrtsverboten zu rechnen. Streckenposten sichern die Kreuzungen und weisen auf die Sperrungen hin. "Wir hoffen auf das Verständnis der Anwohner", so Maik Schwanemann.
Tempo auf 10 km/h herunterreguliert
Absicherungen gibt es auch an anderer Stelle, wenn am Deich Radfahrer und Läufer aufeinandertreffen. "Gerade die Laufstrecke am Deich muss abgesichert werden, weil dort immer wieder Radfahrer entlangfahren wollen", erklärt Schwanemann. Auch am Ankerplatz wird in diesem Jahr besonders aufgepasst. Dort kreuzt sich die Wettkampfstrecke, sodass an diesem Abschnitt für die Radfahrer erstmals Tempo 10 gilt. Hinweise und Streckenposten machen auf die Regelung aufmerksam. "Bisher ist da nie was passiert, aber aus Sicherheitsgründen dürfen dort nur noch 10 km/h gefahren werden", erklärt der Geschäftsführer.

Wenn die Sicherheitsvorkehrungen greifen und die Strecke frei ist, geht es für die Athleten allerdings um Sekunden und Platzierungen. Auf der olympischen Distanz hat Ben Cyrol vom SC Hemmoor dabei die Chance auf einen besonderen Erfolg: Er gewann das Rennen bereits 2024 und im vergangenen Jahr. Nun kann er den Hattrick perfekt machen.
Auch Christopher tom Wörden hat sich kurzfristig für einen Start entschieden. Der Ruderer vom TSV Otterndorf kommt gerade mit Gold von der U19-Weltmeisterschaft im deutschen Doppelvierer zurück. Eigentlich sollte er beim Triathlon das Führungsrad auf der Laufstrecke übernehmen. Nun steht er selbst an der Startlinie und nimmt die Sprintdistanz in Angriff.
150 Helferinnen und Helfer sind im Einsatz
Damit die Athleten überhaupt freie Bahn haben, sind rund 150 Ehrenamtliche im Einsatz. Die Aufgaben sind dabei so verteilt wie die Strecke selbst: Helfer des TSV Otterndorf sichern die Radstrecke und sämtliche zu kreuzenden Nebenstraßen ab, besetzen die Trinkstationen und sorgen dafür, dass die Teilnehmer auf ihrem Kurs bleiben. Die Feuerwehr übernimmt weitere Sicherungsaufgaben entlang der Strecke. Die DLRG ist dort im Einsatz, wo es besonders wichtig wird: im Wasser und bei der medizinischen Versorgung. Gerade bei 450 Startern ist das für alle Beteiligten eine Menge Arbeit. Trotzdem weiß Maik Schwanemann: "Der DJ und der Moderator sorgen für gute Stimmung."
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