41:26-Sieg zum Landesliga-Auftakt gegen HSG MoIn Wesermarsch: Altenwalde zündet Turbo
41:26 zum Saisonauftakt: Der TSV Altenwalde legt in der Handball-Landesliga einen Traumstart hin. Mit Tempo-Handball und einer starken Abwehr überrollt die Mannschaft von Neu-Trainer Claas Herzberg den Aufsteiger aus der Wesermarsch.
Die lange Sommerpause ist vorbei. Es wird wieder Handball gespielt. Und wie. Die Herren des TSV Altenwalde setzten sofort ein dickes Ausrufezeichen in der Landesliga. Mit 41:26 fegten sie den Aufsteiger HSG MoIn Wesermarsch aus der Franzenburger Halle. Ein Auftakt nach Maß. "Das Ergebnis ist mir fast ein wenig zu hoch", sagt Altenwaldes Trainer Claas Herzberg nach dem ersten Saisonspiel mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Es war auch seine Premiere an der Seitenlinie der ersten Herrenmannschaft. Besser hätte sie nicht laufen können. Seine Mannschaft hat nach kleinen Problemen in den ersten fünf Minuten ein Handball-Feuerwerk abgebrannt, den Gegner aus der Nähe von Verden regelrecht überrannt. "Unser Plan ist aufgegangen", sagt Herzberg. Mit einer starken Abwehrleistung und viel Tempo nach vorn warfen sie jede Menge leichte Tore - vor allem über die pfeilschnellen Außenspieler Lennart Schlick und Timm Redlin, die konsequent jeden Tempo-Gegenstoß mitgelaufen sind. Für die Gäste ging es zu schnell, die brachen in der zweiten Hälfte komplett ein. Der TSV hingegen hörte nicht auf mit dem Hochgeschwindigkeitshandball - auch als das Spiel längst entschieden war. Das gefiel nicht nur Herzberg auf der Trainerbank, sondern auch den rund 150 Zuschauern in der Franzenburger Halle.

Der Altenwalder Trainer sprach schon vor dem Spiel davon, die Franzenburg, wie die Halle liebevoll genannt wird, wieder zur Festung zu machen. Im ersten Saisonspiel gegen die Spielgemeinschaft aus Morsum und Intschede klappte das schon einmal hervorragend. Die Gäste erwischten zwar den besseren Start und warfen die ersten drei Tore der Begegnung, doch spätestens nach dem ersten Altenwalder Tor durch Lennart Schlick kam der Angriffszug der Altenwalder so langsam ins Rollen. Nach zwölf Minuten stand es 7:7‑Unentschieden, dann setzten sich die Hausherren mit drei Toren Vorsprung ab (10:7). Mit dieser Drei-Tore-Führung ging es auch in die Halbzeitpause (17:14). "Zu dem Zeitpunkt habe ich nicht gedacht, dass wir am Ende mit 15 Toren gewinnen", so Herzberg. Anfang der zweiten Halbzeit wurde es aber schnell deutlich. Mit einem 9:2-Lauf in den ersten zehn Minuten sorgten die Altenwalder für klare Verhältnisse - und für eine Vorentscheidung (27:17).

Die Gäste waren gebrochen und die TSVer blieben gnadenlos, in der Abwehr und im Angriff. Der Mittelblock um Mirco Neu und Alexander Ostwald räumte hinten auf, vorn initiierten Malte Giesche und David König die Angriffe, die von fast allen Spielern konsequent genutzt wurden. Bester Torschütze war Rechtsaußenspieler Lennart Schlick mit neun Treffern. Linksaußen Timm Redlin warf sieben Tore. "Ich bin wirklich sehr, sehr zufrieden. Heute kann ich niemanden wirklich herausheben", sagt Claas Herzberg. Am Ende feierte er bei seinem Trainerdebüt und mit einem umgekrempelten Kader einen hohen 41:26‑Erfolg. So kann es gerne weitergehen aus Altenwalder Sicht. Nächste Woche wartet das erste Auswärtsspiel auf die TSVer. Dann geht es nach Grüppenbühren. Eine schwierige Aufgabe. Doch nach diesem beeindruckenden Auftakt in eigener Halle wollen die Altenwalder auch in der Fremde für Furore sorgen.
TSV Altenwalde: Raphael Schriefer, Alex Rudolph und Timo Kluge (im Tor), Alexander Ostwald, Timm Redlin (7), Mirco Neu (4), Jan Burgdorf (3), Tim Ruppelt (6), Lennart Schlick (9), Sebastian Schneider (2), Malte Giesche (5), David König (4), Tjure Tiedemann (1).
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