Altenwalde muss seine Topscorer ersetzen - und setzt auf Zusammenhalt
Der Umbruch beim TSV Altenwalde ist eingeleitet. Die Topscorer haben den Verein verlassen, auch auf der Trainerbank gab es einen Wechsel. Externe Neuzugänge gibt es nicht. Viel Arbeit für Claas Herzberg, den neuen Mann an der Seitenlinie.
Durch eine bemerkenswerte Serie hat der TSV Altenwalde den holprigen Start in die vergangene Landesligasaison vergessen gemacht. Sagenhafte 15 Partien blieben sie im Schlussspurt ungeschlagen, beendeten die Saison auf dem sechsten Tabellenplatz. Doch das ist bereits Geschichte. Am Wochenende beginnt die neue Saison. Der TSV Altenwalde wird erneut in der Landesliga auf Torejagd gehen, aber ohne die besten Werfer der vergangenen Saison. Finn Habich zog es in die Oberliga nach Hatten-Sandkrug, Matthis Schriefer versucht sein Glück in Fredenbeck - ebenfalls in der Oberliga. Hinzu kommt der Quasi-Abgang von Louis Tiedemann, der in der Rückrunde für Furore gesorgt hatte. Er wird mit der JSG Fredenbeck/Stade/Harsefeld in der A-Jugend-Regionalliga auflaufen. Wenn es die Spielpläne zulassen, könnte er aber per Zweitspielrecht im TSV-Trikot auflaufen. Das Gleiche gilt für Kreisläufer Ben Fatnassi. "Vor allem Finn und Matthis waren absolute Leistungsträger", sagt Herzberg wenige Tage vor dem Saisonstart. Er wolle diese Abgänge durch ein starkes Kollektiv auffangen. Externe Neuzugänge gibt es nicht. Verstärkung kommt aus der zweiten Mannschaft, die Herzberg selbst noch in der vergangenen Saison coachte.

So werden mit Jan Burgdorf, Tammo Rosenberg, Tim Ruppelt und Alex Rudolph vier alte Bekannte in den Landesliga-Kader zurückkehren. Sie alle wollten eigentlich etwas kürzertreten. Nun sind sie wieder höherklassig gefordert. Auch Lennart Schlick und Sebastian Schneider wechseln von der zweiten in die erste Mannschaft. Gestandene Spieler wie Mirco Neu, David König, Volker Ahl und Jonas Bergerhoff hängen noch eine Saison dran. Hinzu kommen mit Timm Redlin und Malte Giesche zwei junge Spieler, die in dieser Spielzeit vermutlich öfter am Wochenende im Einsatz sind. Die Kader der ersten und der zweiten Mannschaft überschneiden sich ein wenig. "Unser Ziel ist es, aus dem großen Haufen eine Einheit zu machen", sagt Herzberg. Es wird eine herausfordernde Saison. Dessen ist sich Herzberg bewusst. Er wird zusammen mit Co-Trainer Leon Pollok die Geschicke an der Seitenlinie leiten.
Erstmals am Sonnabend, 5. September, in einem Pflichtspiel. Ab 18.30 Uhr ist Aufsteiger HSG MoIn Wesermarsch zu Gast in der Franzenburger Halle. "Wir wollen gerne mit einem Sieg starten", sagt Herzberg. Über den Gegner weiß er nicht viel. Das Hauptaugenmerk liege auch erst einmal auf dem eigenen Spiel. Mit Tempo und Leidenschaft sollen die ersten beiden Punkte der Saison in Franzenburg bleiben. Vor allem in den Heimspielen soll der Funke zwischen Mannschaft und Zuschauern überspringen. "Wir wollen zu Hause eine Macht sein", sagt er. Er ist guter Dinge, dass das klappt. "Wir haben einen guten Kader zusammen und die Jungs sind alle motiviert", so der Altenwalder Trainer. Das Saisonziel ist ähnlich wie im Vorjahr: Der TSV möchte so schnell wie möglich den Klassenerhalt einfahren und mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Einen ersten Schritt in die richtige Richtung können die Altenwalder bereits am Sonnabend gehen.
Der Altenwalder Kader für die Saison 2026/27:
Tor: Raphael Schriefer und Alex Rudolph.
Außen: Timm Redlin, Tammo Rosenberg, Lennart Schlick, Volker Ahl.
Rückraum: Mirco Neu, Malte Giesche, Tim Ruppelt, Jonas Bergerhoff, David König, Jan Burgdorf.
Kreis: Sebastian Schneider.
Doppelspielrecht: Ben Fatnassi, Louis Tiedemann
Im Notfall: Andreas Wittke (Tor), Marc Multhauf (Rückraum).
Trainer: Claas Herzberg, Leon Pollok (Co‑Trainer).
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