Abgänge trüben die Euphorie: Das Abenteuer Verbandsliga beginnt für den BC Cuxhaven
Der BC Cuxhaven schlägt in der Volleyball-Verbandsliga auf. Am Sonntag beginnt die Saison mit einem Auswärtsspiel in Uelzen. Durch zwei kurzfristige Abgänge ist die Vorfreude bei den Cuxhavenern aber etwas getrübt.
Der Jubel war groß über den Gewinn der Landesliga-Meisterschaft im vergangenen Frühjahr. Eindrucksvoll holten sich die Männer des BC Cuxhaven den Titel - und feierten gleichzeitig den Aufstieg in die Volleyball-Verbandsliga. Nun beginnt die Saison in der höheren Klasse. Doch die Aufstiegseuphorie ist bei den Cuxhavenern etwas getrübt.
Zum Start in die neue Spielzeit reisen die Cuxhavener nach Uelzen zur SG HeideVolleys. Neuland für die BC-Mannschaft - sowohl Gegner als auch Liga. "Wir wissen genau, was uns erwartet", sagt Dierk Finkennest, Trainer der ersten Herrenmannschaft. Doch losgelöst vom Gegner, haben sich auch im eigenen Team kurzfristig größere Baustellen aufgetan. Vor wenigen Wochen verkündete der Hauptspieler und Garant für den Aufstieg, Pascal Rademacher, dass er den Verein verlassen wird. Er nahm an einem Try-out beim Drittligisten TV Baden teil. Dort überzeugte er die Trainer, sodass er nach rund zehn Jahren im BC-Trikot noch einmal in der dritten Liga pritschen und baggern wird. Ein schmerzhafter Verlust für die Cuxhavener. Doch damit nicht genug. Bei einem weiteren Try-out-Training des TV Baden stellte auch Angreifer Pawel Pietrzak seine Qualitäten unter Beweis. Auch er wird den Sprung in die dritte Liga wagen. Ein weiterer Abgang, der dem BCC wehtut.
"Wir mussten vor allem im Zuspiel nun kurzfristig umstricken", so Finkennest. Jüngere Spieler werden jetzt deutlich mehr Verantwortung übernehmen müssen. Auch eine Chance für den Aufsteiger. Das Ziel in den ersten Spielen wird aber vor allem eines sein: "Als Mannschaft wieder zusammenzufinden." Es gehe darum, sich auf dem Feld einzuspielen, die Abläufe und das Zusammenspiel zu festigen und Schritt für Schritt wieder zu der Einheit zu werden, die das Team in der Vergangenheit ausgezeichnet hat. "Dabei steht weniger das Ergebnis im Vordergrund, sondern vielmehr der gemeinsame Prozess, wieder Vertrauen, Sicherheit und ein echtes Mannschaftsgefühl zu entwickeln", sagt Dierk Finkennest. Durch die kurzfristigen Änderungen im Kader hat sich auch das Saisonziel verändert. "Das ist ganz klar der Klassenerhalt", sagt der BCC-Trainer. Von zehn Mannschaften steigen zwei wieder ab. "Das wird schwer werden", prognostiziert er. Ohne die beiden Abgänge zum TV Baden hätte Finkennest sein Team in der oberen Tabellenhälfte gesehen. Er kennt die meisten gegnerischen Mannschaften. Sein Sohn Mats spielt für den Stützpunkt Bremen in eben dieser Verbandsliga. Zum direkten Duell kommt es erst Ende Februar kommenden Jahres. Die ersten Heimspiele für den BC Cuxhaven stehen im November an. Der Aufsteiger bestreitet gleich zwei Heimspieltage in Folge - am 1. und 15. November. Spätestens dann sollte die Findungsphase des stark verjüngten Teams abgeschlossen sein, damit das Abenteuer Verbandsliga auch über die Saison hinausgeht.
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