Den Applaus hat er sich verdient: Nach fast 20 Jahren als Spieler und anschließend sieben Jahren als Trainer der ersten Herrenmannschaft legt Daniel Schnautz eine Handballpause ein. Foto: Unruh
Den Applaus hat er sich verdient: Nach fast 20 Jahren als Spieler und anschließend sieben Jahren als Trainer der ersten Herrenmannschaft legt Daniel Schnautz eine Handballpause ein. Foto: Unruh
Handball

Abschied mit Applaus: Schnautz verlässt die Altenwalder Bank

von Jan Unruh | 10.05.2026

Mit einem 29:19 gegen Schlusslicht SG Findorff beendet der TSV Altenwalde die Saison auf Rang sechs. Im Mittelpunkt stand jedoch der Abschied von Trainer Daniel Schnautz, der nach sieben Jahren als Trainer eine Handballpause einlegt.

Die eine oder andere Träne floss am Sonnabendabend in der Franzenburger Halle. Das letzte Saisonspiel des TSV Altenwalde stand ganz im Zeichen des Abschieds. Vor allem für Daniel Schnautz war es ein emotionaler Moment. Nach sieben Jahren an der Seitenlinie legt er eine Handballpause ein. Die erste seit knapp 25 Jahren, als er nach Altenwalde zog. Seitdem war er durchgängig für die erste Herrenmannschaft im Einsatz - erst als Spieler, dann folgte der nahtlose Übergang ins Traineramt. "Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge", sagt Schnautz kurz nachdem er sich den verdienten Applaus der knapp 200 Zuschauer in der Halle abgeholt hat. Der 43-Jährige steht ungerne im Mittelpunkt, wurde von seinen Spielern aber ganz nach vorn geschoben, schlich sich wenig später aber wieder nach hinten. Eine große Verabschiedung in der Halle gab es nicht. "Das machen wir nachher intern", sagte Schnautz. Im Anschluss an das Spiel und dem ein oder anderen Kaltgetränk in der Halle ging es für die Mannschaft zur Abschlussfete nach Lüdingworth. Vor allem sportlich hatte der TSV Grund zum Feiern. Der TSV Altenwalde hat durch eine bemerkenswerte Serie den holprigen Start in die Landesligasaison vergessen gemacht. Sagenhafte 15 Partien blieben sie im Schlussspurt ungeschlagen, beenden die Saison auf dem sechsten Tabellenplatz.

Finn Habich wurde mit 203 Treffern in 24 Spielen bester Torschütze der Liga. Foto: Unruh

Gegen die SG Findorff hatten sie am Sonnabend leichtes Spiel, die Gegenwehr des Tabellenletzten war überschaubar. Die Altenwalder waren von Beginn an kaum gefordert, trotz der Tatsache, dass sie mit nur acht Feldspielern antraten. Nach zehn Minuten stand es bereits 9:2 für den TSV, zur Halbzeit führten die Gastgeber mit 16:7. Die Hälfte der Tore erzielte Rückraumspieler Finn Habich, der die Saison als bester Torschütze der Liga abschloss. Insgesamt 203 Tore warf er in 24 Partien. Auch für ihn war es der vorerst letzte Auftritt im Trikot des TSV. Er wechselt in die Oberliga zum TSV Hatten-Sandkrug. Dort spielte er bereits in dieser Saison per Zweitspielrecht. Er ist nicht der einzige Spieler, der den Verein verlässt. Auch der zweitbeste Werfer, Matthis Schriefer, wechselt in die Oberliga. Ihn zieht es zum VfL Fredenbeck II. Zum Abschied musste er mit einer Sprunggelenksverletzung von der Bank aus zusehen. Er sah auch in der zweiten Hälfte einen ungefährdeten Sieg seiner Mannschaft. Beim Ertönen der Schlusssirene stand ein 29:19-Heimsieg auf der Anzeigetafel. "Ich war froh, dass das Spiel schnell durch war. So konnten wir es ganz locker runterspielen", sagte Schnautz. Alle acht Feldspieler trugen sich dabei in die Torschützenliste ein. Und auch die drei Torhüter Raphael Schrifer, Andreas Wittke und Ole Both bekamen ihre Einsatzminuten. Es war ein dankbares letztes Saisonspiel für den TSV Altenwalde. Daniel Schnautz wird nun erstmal eine Handballpause einlegen - zumindest als Trainer. In den Handballhallen der Region wird er auch zukünftig regelmäßig mit Frau Miriana und Tochter Lea als Zuschauer zu sehen sein. Dafür liebt er den Sport zu sehr. Auch eine Rückkehr auf die Trainerbank kann er sich in Zukunft durchaus vorstellen. Erst einmal freut er sich aber auf die Pause. "Langweilig wird mir bestimmt nicht werden", sagt er schmunzelnd. 

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