Ärger in Göttingen: Cuxhaven BasCats legen Protest ein
Nach der 73:77-Niederlage bei der BG 74 Göttingen stehen bei den Cuxhaven BasCats nicht nur sportliche Gründe im Fokus: Trainer Dennis Tiedemann kritisiert die Schiedsrichter scharf - und legt Protest ein.
Der Frust sitzt bei BasCats-Trainer Dennis Tiedemann auch am nächsten Morgen noch tief. Seine Mannschaft hat das letzte Auswärtsspiel der Saison bei der BG 74 Göttingen mit 73:77 verloren. In den Cuxhavener Fokus gerieten während und nach dem Spiel vor allem die beiden Schiedsrichter. Die BasCats legten sogar offiziell Protest ein.
Tiedemann war stinkauer auf das, was er am Sonnabendabend in Göttingen miterleben musste. Er sprach im Nachgang nicht so sehr über die sportlichen Momente in Göttingen, sondern über die beiden Unparteiischen. "Ich habe sowas noch nie erlebt. Die haben sich komplett auf uns eingeschossen", sagte er. Nach seinen Aussagen hätten die Schiedsrichter bereits in Durchgang eins "wilde Entscheidungen" getroffen - auf beiden Seiten. In der zweiten Hälfte fühlten sich die Cuxhavener benachteiligt. So sehr, dass Tiedemann rund vier Minuten vor Ende der Partie offiziell Protest eingelegt hat beim Kampfgericht. Zuvor kassierte BasCats-Spielmacher Deon McDuffie erst ein technisches Foul und wenige Sekunden später ein disqualifizierendes Foul. Er hat sich zu vehement über die Entscheidungen der Schiedsrichter aufgeregt. "Irgendwann platzt einem auch mal der Kragen", sagt Tiedemann. Für McDuffie wird die Hinausstellung wohl Konsequenzen für den Saisonendspurt haben. Ob auch der Cuxhavener Protest irgendwelche Auswirkungen hat, bleibt abzuwarten. Tiedemann rechnet im Laufe der kommenden Woche mit einer Entscheidung. "Ich hab da keinen Bock mehr drauf", sagt er.
In der zweiten Hälfte kassierten die Cuxhavener fast doppelt so viele Fouls wie die Göttinger (17). "Die konnten sich alles erlauben", sagt der BasCats-Coach. Dabei begann die Begegnung aus Sicht der Cuxhavener eigentlich gut. Mitte des ersten Viertels gingen sie erstmals in Führung und bauten diese auch auf bis zu elf Punkte aus. Eine längere Durststrecke der BasCats - auch aufgrund vieler Wechsel - Ende des zweiten Viertels sorgte dafür, dass Göttingen bis zur Pausensirene ausglich (40:40). Danach war es ein Spiel auf Augenhöhe. Bis vier Minuten vor Schluss. Dann musste der bis dahin beste Cuxhavener Werfer Deon McDuffie vorzeitig in die Kabine gehen. Im Anschluss wurde mehr diskutiert, als gespielt. Göttingen nutzte dieses Durcheinander und drehte den Spielstand mit einem 12:0-Lauf von 60:64 auf 72:64 (38. Minute). Die BasCats kamen zwar noch einmal näher heran, doch am Ende schnappte sich Göttingen den Sieg (77:73). "Die beiden Schiedsrichter haben heute nicht die Spieler dieses Spiel entscheiden lassen", sagt Tiedemann. Mit dieser erneuten Auswärtsniederlage ist auch die letzte Hoffnung auf die Meisterschaft für die Cuxhavener dahin. In den drei restlichen Spielen geht es jetzt darum, sich so erfolgreich es geht, von den Fans zu verabschieden. "Wir müssen die drei Spiele gewinnen und das Beste aus der Saison machen", sagt Dennis Tiedemann.