Finn Habich hat sich mit seinen 19 Jahren schon zum absoluten Führungsspieler beim TSV Altenwalde entwickelt - trotz Doppelbelastung. Foto: Unruh
Finn Habich hat sich mit seinen 19 Jahren schon zum absoluten Führungsspieler beim TSV Altenwalde entwickelt - trotz Doppelbelastung. Foto: Unruh
Handball

Jung, treffsicher, entscheidend: Finn Habich glänzt erneut bei Altenwalder Sieg

von Jan Unruh | 01.03.2026

Der TSV Altenwalde bleibt das Team der Stunde: Mit dem 31:23 gegen SG Friederichsfehn/Petersfehn feiert der Landesligist den sechsten Sieg in den vergangenen sieben Spielen. Erneut überragend: der 19-jährige Finn Habich mit neun Toren.

Der TSV Altenwalde ist die Mannschaft der Stunde in der Handball-Landesliga. Auch im siebten Spiel in Folge blieben die TSV-Männer ungeschlagen und feierten dabei im Heimspiel gegen den Tabellenvierten SG Friederichsfehn/Petersfehn den sechsten Sieg in dieser Zeit. Das ist einmal mehr auch der Verdienst des 19-jährigen Finn Habich, der eine bemerkenswerte erste Herrensaison spielt - nicht nur in Altenwalde. 

Mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht läuft Habich nach dem Spiel gegen Friedrichsfehn durch die Franzenburger Sporthalle. Mit 31:23 hat sein TSV Altenwalde den Tabellenvierten aus der Halle geworfen. Habich war mit neun Toren der beste Torschütze des Spiels - und bestätigte seinen Status als bester Werfer der Liga. In 18 Partien hat er insgesamt 153 Tore erzielt. Das entspricht einem Schnitt von 8,5 Toren pro Spiel. Für Habich läuft es gut. Er ist im Rückraum des TSV gesetzt, war in der Schlussphase des Spiels am Sonnabend mit seinen 19 Jahren sogar der älteste Spieler seines Teams auf dem Platz. "Und das in meiner ersten Herrensaison", sagt er selbst etwas ungläubig. Doch Habich hat sich in den vergangenen Monaten zu einem Führungsspieler entwickelt. Vergangene Saison spielte er bereits für die TSV-Herren, aber auch für die A-Jugend des VfL Fredenbeck. In dieser Spielzeit ist er auch doppelt gefordert. Auf Zweitspielrecht steht er auch für Hatten-Sandkrug in der Oberliga auf dem Feld. Und auch dort bekommt er viele Einsatzminuten. Habich wohnt und studiert seit vergangenem Jahr in Oldenburg und hat einen Verein in der Nähe gesucht. Beim TSV Hatten-Sandkrug passte es sofort. Aktuell trainiert er dreimal die Woche beim Oberligisten. In Altenwalde ist er nur noch zu den Spielen da. Dennoch möchte er die Saison mit den Altenwaldern erfolgreich beenden. "Ich habe hier zugesagt, also spiele ich die Saison auch hier zu Ende", sagt er. Sowohl für Hatten als auch für Altenwalde geht es in dieser Spielzeit um den Klassenerhalt. Habich hätte bei positivem Saisonverlauf doppelten Grund zur Freude. Das ist sein Ziel. Im Heimspiel gegen den Tabellenvierten aus Friedrichsfehn stach er aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung leicht heraus. Er zeigte sich im Angriff treffsicher und in der Verteidigung entschlossen. Trotz seines eher schmächtigen Körpers im Vergleich zu anderen Spielern, packt Finn Habich ordentlich zu. Körperliche Härte, die er in den vergangenen Wochen gelernt hat. "Es gibt eine einfache Regel: Wenn du selbst nicht mit vollem Körpereinsatz hineingehst, tut es weh", sagt der 19-Jährige. Diese Regeln befolgten am Sonnabendnachmittag auch seine Mitspieler.

Der wurfgewaltige Rückraumspieler Matthis Schriefer fliegt durch die Lüfte. Wenn der 18-Jährige so viel Platz hat, ist er nicht mehr zu stoppen. Foto: Unruh

Erneut war die stabile Abwehr des TSV der Schlüssel zum Erfolg. Doch es brauchte eine gewisse Zeit, bis die sich zurechtfand. Nach 15 Minuten stand es 9:9. In der Folge schafften es die Altenwalde - mit Andreas Wittke im Tor - nur noch zwei Gegentore bis zur Pause zu kassieren. Volker Ahl traf vier Sekunden vor der Halbzeitsirene zum 15:11-Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel war es anfangs erneut ein ausgeglichenes Spiel, die Gäste kamen sogar wieder näher heran (18:16 in der 39. Minute), doch dann kam Altenwalde ins Rollen. Es waren die vielleicht besten zehn Minuten der Saison. Der TSV zog auf 29:18 davon und sorgte zehn Minuten vor Schluss für eine Vorentscheidung. An den Routiniers in der Abwehr, Mirco Neu und Marc Multhauf, gab es kein Vorbeikommen mehr, und im Angriff glänzte die junge Rückraumgarde um Finn Habich, Matthis Schriefer und Louis Tiedemann. Am Ende stand ein ungefährdeter 31:23-Heimerfolg auf der Anzeigetafel. Die rund 150 Zuschauer in der Franzenburger Halle waren begeistert. Auch Trainer Daniel Schnautz war mehr als zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. "Ich hätte gerne mit 12 oder 13 Toren Vorsprung gewonnen", sagte er nach dem Spiel mit einem Grinsen im Gesicht. Das Hinspiel in Friedrichsfehn verlor Altenwalde damals nämlich mit 24:36. Der direkte Vergleich war am Ende aber zweitrangig. Durch den Erfolg verbesserte sich Altenwalde auf Platz sechs, kann nächste Woche im Heimspiel gegen die HSG Bruchhausen-Vilsen, die auf dem ersten Abstiegsplatz steht, bereits einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. 

TSV Altenwalde: Raphael Schriefer und Andreas Wittke (im Tor), Timm Redlin (3), Jonas Bergerhoff (1), Mirco Neu (2), Finn Habich (9), Julien Witt (1), Louis Tiedemann (3), Volker Ahl (2), Ben Fatnassi (1), Matthis Schriefer (5), Malte Giesche (2), David König (1), Marc Multhauf (1). 

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