Cuxhaven investiert 250.000 Euro in neue LED-Flutlichtanlagen
Der Umbau der Sportanlagen in Cuxhaven macht Fortschritte: Während Altenbruch wegen der Maulwurfschäden weiter gesperrt bleibt, sind andere Plätze wieder bespielbar. Für Lüdingworth und Sahlenburg gab es neue LED-Flutlichtanlagen.
Während die Fußballvereine im Stadtgebiet ihre Vorbereitung auf die neue Saison intensivieren, verbessert sich auch der Zustand vieler Sportplätze. Nach den massiven Maulwurfsschäden der vergangenen Monate sind zahlreiche Anlagen inzwischen wieder nutzbar. Gleichzeitig investiert die Stadt Cuxhaven in die Infrastruktur - allen voran mit neuen LED-Flutlichtanlagen in Lüdingworth und Sahlenburg.
Am größten bleibt der Handlungsbedarf in Altenbruch. "Der Sportplatz in Altenbruch ist weiterhin gesperrt und bekommt einen ganz neuen Boden", sagt Marcel Kolbenstetter, Pressesprecher der Stadt Cuxhaven. Dort reicht eine oberflächliche Instandsetzung nicht mehr aus. Anders sieht es auf den übrigen Anlagen aus. In Groden hat das Grünflächenamt die Fläche mit einer Walze wieder eingeebnet. Zudem beseitigte der FC Cuxhaven in Eigenleistung zahlreiche Maulwurfshügel. Auch die Sportplätze in Altenwalde, Lüdingworth und Oxstedt sind inzwischen wieder bespielbar.
Modernisierung in Lüdingworth nimmt Gestalt an
Besonders sichtbar sind die Veränderungen derzeit in Lüdingworth. Nachdem der MTV lange auf eine funktionierende Flutlichtanlage warten musste, befindet sich das Projekt auf der Zielgeraden. Die neuen Masten stehen bereits, die LED-Leuchten sind montiert und die Elektrik ist verlegt.
Mit der Installation der neuen Flutlichtanlage wurde zugleich das Umfeld des Sportplatzes umfassend aufgewertet. Um den aktuellen Vorgaben zu entsprechen, wurde das Spielfeld um rund zwei Meter verbreitert. Dafür wurde das Pflaster entlang des Vereinsheims und der Tribüne aufgenommen und anschließend bis an den Platz neu verlegt. Gleichzeitig verschwanden Stufen und Stolperstellen, sodass der Bereich heute sicherer und deutlich moderner wirkt.
Einen entscheidenden Anteil an der Umsetzung hatten zahlreiche freiwillige Helfer des MTV Lüdingworth. Über Wochen packten sie nahezu täglich mit an, entfernten das alte Pflaster, trugen Boden ab, brachten neues Material ein, verdichteten den Untergrund und verlegten die Pflastersteine neu. Mit dem Abschluss der Arbeiten präsentiert sich das gesamte Umfeld des Sportplatzes in neuem Glanz - und gemeinsam mit der modernen LED-Flutlichtanlage stehen nun wieder optimale Bedingungen für Training und Spielbetrieb zur Verfügung.
Stadt finanziert beide Flutlichtprojekte
Wie Kai Ziemen aus dem Bereich Bildung und Sport der Stadt Cuxhaven auf Anfrage mitteilt, wurden sowohl die neue Flutlichtanlage auf dem Sportplatz in Lüdingworth als auch die Anlage auf dem Trainingsplatz in Sahlenburg von der Stadt finanziert. Die jeweiligen Ortsräte beteiligten sich ebenfalls an den Maßnahmen.
Fördermittel konnten für beide Projekte allerdings nicht genutzt werden. "Leider waren zum Zeitpunkt der Umsetzungen für diese Projekte keine Förderprogramme nutzbar", erklärt Ziemen. Die endgültigen Baukosten stehen noch nicht fest, da bislang nicht alle Rechnungen der ausführenden Firmen vorliegen. Nach ersten Berechnungen bewegen sich die Ausgaben jedoch innerhalb der eingeplanten Haushaltsmittel. Insgesamt stehen für die beiden LED-Anlagen 250.000 Euro aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung.
Flutlicht als wichtiger Baustein für den Vereinsbetrieb
Bei der offiziellen Vorstellung der neuen Anlage in Sahlenburg machte der Vorsitzende der Sportfreunde Sahlenburg, Peter Mangels, deutlich, welche Bedeutung das Projekt für den Verein hat. "Diese Anlage ist für uns existenziell", sagte er mit Blick auf rund 300 Fußballerinnen und Fußballer. Zugleich erinnerte er daran, dass die alte Flutlichtanlage technisch überholt gewesen sei und der Verein lange auf eine Lösung hingearbeitet habe.

Auch Oberbürgermeister Uwe Santjer hob das Zusammenspiel von Ehrenamt und Kommunalpolitik hervor. Ohne die Unterstützung aus Rat und Ortsräten wäre das Projekt nicht möglich gewesen, betonte er. Gleichzeitig verwies er auf einen zusätzlichen Effekt der Bauarbeiten: Als die Leitungen für die Flutlichtanlage verlegt wurden, ließ die Stadt unter der Grasnarbe zugleich eine Maulwurfsperre einbauen - eine Vorsorgemaßnahme gegen erneute Schäden am Spielfeld.
Weitere Projekte werden geprüft
Mit den beiden Flutlichtanlagen sollen die Investitionen in die Cuxhavener Sportstätten nicht enden. Nach Angaben der Stadt befindet sich die Verwaltung gemeinsam mit den Vereinen in einem engen Austausch über weitere Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Welche Projekte als Nächstes umgesetzt werden, soll unter anderem von der Fortschreibung der Sportstättenentwicklungsplanung abhängen.
Eine Förderung aus dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten" erhielt die Stadt in diesem Jahr trotz eines grundsätzlich als förderfähig bewerteten Antrags nicht. Bundesweit wurden mehr als 3.600 Projektskizzen eingereicht, lediglich 314 Vorhaben wurden ausgewählt. Derzeit profitiert Cuxhaven stattdessen von einer früheren Bundesförderung für den Ersatzneubau des Umkleidegebäudes auf dem Strichwegsportplatz.
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