Miriana und Daniel Schnautz lieben und leben den Handballsport. Und setzen sich für ihren TSV Altenwalde ein. Foto: Witthohn
Miriana und Daniel Schnautz lieben und leben den Handballsport. Und setzen sich für ihren TSV Altenwalde ein. Foto: Witthohn
Handball 

Cuxhavener Ehepaar Schnautz liebt den Handballsport

von Herwig V. Witthohn | 04.03.2026

Sport-Enthusiasten gibt es viele in Cuxhaven, aber das Ehepaar Schnautz sticht dann doch ein bisschen hervor. Während Miriana die Landesliga-Handballfrauen des TSV Altenwalde trainiert, ist ihr Ehemann Daniel der Coach der Landesliga-Handball-Herren.

Miriana Schnautz, Jahrgang 1983, begann 1987 mit dem Handballsport beim TSV Altenwalde. Sie durchlief die Jugendmannschaften, spielte anschließend immer nur in der 1. Frauenmannschaft. "Bis 2011, da wurde unsere Tochter Lea geboren." Miriana Schnautz steht seit 2022 als Trainerin an der Seitenlinie. "Zunächst als Trainerin der weiblichen D-Jugend. Da spielte Lea damals, 2024/25 habe ich dann mit Daniel zusammen die C-Jugend übernommen und 2025/26 die Herausforderung Trainerin der 1. Damenmannschaft angenommen."

Ihr Ehemann Daniel, Jahrgang 1982, spielte in der B-Jugend für den TV Sinsheim, danach für den TSV Östringen, aus dem die heutigen Rhein-Neckar Löwen hervorgingen. 2000 zog die Familie nach Altenwalde um und Daniel Schnautz war anschließend für die A-Jugend des TSV Altenwalde aktiv, ehe es in die 1. Herrenmannschaft ging. 2002 folgte aufgrund der Ausbildung ein Abstecher zur HSG Geestemünde, 2004 kehrte er zum TSV Altenwalde zurück. Bis 2019 war er ein Rückhalt der Altenwalder Mannschaft, vom Spielfeld wechselte er in dem Jahr nahtlos an die Seitenlinie und übernahm den Trainerjob. Seit 2024/25 steht er auch noch mit seiner Miriana an der Seitenlinie der weiblichen C-Jugend. 

Natürlich haben sich die beiden bei ihrem Lieblingssport kennengelernt. "Das war im August 2000 bei einem Beachhandball-Turnier des HVN am Cuxhavener Strand. 2011 haben wir dann geheiratet", schmunzeln die beiden. Sie sind positiv handballverrückt, lieben und leben ihren Sport. Wie es der Zufall so will, sind beide beim Landkreis Cuxhaven angestellt. "Aber nicht in derselben Abteilung!"

Ein ganz normaler Dienstag. Beide gehen ihrem Beruf nach, um 16.30 Uhr geht es in die Sporthalle. Die weibliche C-Jugend trainiert, Tochter Lea spielt in dieser Mannschaft. Danach trainiert die erste Damenmannschaft. Lea kann in der Halle bleiben oder nach Hause fahren. Miriana Schnautz ist gegen 21 Uhr daheim, da ist ihr Ehemann noch in der Sporthalle, denn das Training der 1. Herren beginnt nach den Damen. Donnerstag ist wieder Herren-Training, Freitag stehen die C-Jugendlichen und die Damen in der Halle und wollen trainieren. "Es gibt eben Tage, da steht nur der Handballsport im Fokus, Daniel ist mein großer Ratgeber, denn er hat ja wesentlich mehr Erfahrung im Trainerjob, als ich", berichtet Miriana Schnautz. Beim Training der C-Jugend ergänzen sich beide perfekt. "Ich führe da schon mehrere Kalender gleichzeitig, um unsere Punktspiele zu koordinieren. Schließlich müssen die Termine passen, wir können unsere Mannschaften ja nicht ohne Trainer in die Punktspiele schicken." Bei weiten Fahrten sitzen Miriana  und Daniel Schnautz auch selbst am Steuer. Und zum Glück hat Tochter Lea die Leidenschaft für den Handballsport geerbt. 

Für Miriana Schnautz ist die Gemeinschaft im Handballsport essenziell. "Wir betreiben den schönsten Sport der Welt, lernen viele fremde Hallen kennen und fahren auch schon mal im Urlaub zu einem Handballspiel, um einfach nur zuzuschauen." 

"Ein Sport, der taktisch geprägt ist, der Athletik erfordert und bei dem man stets Kontakt zu den Gegnern hat. Ein schneller Sport, der Spielern und Trainern einiges abverlangt", betont Daniel Schnautz. Für seine Gattin wäre der Klassenerhalt in der Landesliga ein Traum. "Wir dürfen als TSV Altenwalde, der Handball-Hochburg Cuxhavens, nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Wir müssen unserem tollen Oberliga-Nachwuchs eine adäquate Liga im Frauenbereich bieten. Das müssen aber auch alle verstehen, da geht es jetzt auch um die nächsten fünf bis zehn Jahre. Die Prioritäten haben sich im Laufe der Zeit verändert, Leistung steht nicht mehr an der Wertespitze. Eine Entwicklung, die ich schade finde, gerade auch in Bezug auf unseren tollen Nachwuchs." Ihr Ehemann unterstreicht das. "Der Leistungsgedanke muss wieder mehr zählen. Ich habe manchmal Absagen von Spielern für Partien bekommen, wo ich diese Absagen nicht nachvollziehen konnte. Wir haben früher alles dafür getan und haben vieles hinten angestellt, um in der ersten Mannschaft zum Einsatz zu kommen, zum Team zu gehören."

Während die Herrenmannschaft auf dem besten Wege ist, die Landesliga zu halten, sieht es für das Frauenteam nicht so gut aus. Doch egal, wie es am Ende ausgeht - an der Handball-Leidenschaft der Familie Schnautz wird sich nichts ändern.

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Herwig V. Witthohn

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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