Cuxhavenerin Yosefina Deneff schwimmt Bestzeiten in Berlin - und trotzt Rückschlägen
Yosefina Deneff aus Cuxhaven schwimmt in Berlin zu neuen Bestzeiten und erlebt dabei eine Achterbahn der Gefühle. Trotz anfänglicher Rückschläge zeigt die 16-Jährige, warum sie zu den besten Nachwuchstalenten gehört.
Eine erfolgreiche Woche bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin liegt hinter der Cuxhavenerin Yosefina Deneff. Über insgesamt sechs Strecken startete sie bei den größten Wettkämpfen des Landes in ihrem Jahrgang 2008. Am Ende gab es sogar ein paar Glückstränen.
An fünf Tagen am Stück stieg Deneff auf den Bahnen des Europasportparks in Berlin ins Wasser. An den ersten beiden Tagen blieb sie ein wenig unter ihren Möglichkeiten. Über 50 Meter Brust landete sie am Ende auf Platz 15, über 100 Meter Freistil wurde es letztlich der 17. Platz und einen Tag später musste sie sich über 50 Meter Schmetterling mit Rang 19 in der Gesamtabrechnung zufriedengeben. In allen drei Disziplinen blieb sie minimal über ihrer Bestzeit.
Deutlich besser lief es an den folgenden drei Tagen. Sowohl über 200 Meter Freistil als auch über 200 Meter Lagen und 50 Meter Freistil schwamm sie Bestzeiten. Über die 200-Meter-Freistil-Strecke verpasste sie das Finale nur knapp, wurde am Ende Zehnte. Vor ihr waren die Konkurrentinnen, die alle an den großen Schwimmstützpunkten Deutschlands trainieren.
Die 16-jährige Yosefina Deneff schwimmt seit Anfang des Jahres für den VfL Osnabrück, trainiert aber größtenteils eigenständig im Hallenbad in Bremerhaven. Ein riesiger Aufwand für die Schülerin des Cuxhavener Lichtenberg-Gymnasiums. Doch die Erfolge in Berlin geben ihr weiteren Auftrieb. "Ich bin zufrieden", sagte sie nach den Wettkämpfen, die ein riesiges Schwimmfest waren. 1502 Aktive waren bei der größten Veranstaltung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) in Berlin dabei. Bei den Titelkämpfen in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) gingen 751 weibliche und männliche Sportler der Jahrgänge 2007 bis 2012 aus insgesamt 304 Vereinen an den Start. Das bedeutet, dass es 4.798 Einzelstarts in zehn Wettkampfabschnitten gab. Deneff hat das Spektakel nicht das erste Mal miterlebt, war auch in den Vorjahren in Berlin am Start. Die 16-Jährige hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert - und will nun die nächsten Schritte in ihrer noch jungen Karriere gehen. "Mir macht es Spaß, mich zu quälen, weil ich weiß, dass ich dadurch schneller werde", sagte sie nach ihrem Wechsel nach Osnabrück. Das hat sich bewahrheitet.