Die Cuxhaven BasCats kassierten die höchste Niederlage der jüngeren Vereinsgeschichte. Foto: Unruh
Die Cuxhaven BasCats kassierten die höchste Niederlage der jüngeren Vereinsgeschichte. Foto: Unruh
Basketball

Desaster in Hannover: Cuxhaven BasCats erleben historische Pleite

von Jan Unruh | 30.11.2025

Ein Abend zum Vergessen für die Cuxhaven BasCats: In Hannover erlebten sie ein sportliches Desaster, das die Verantwortlichen ratlos zurücklässt. Das Thema Aufstieg rückt nach dieser historischen Pleite erst einmal weit in den Hintergrund.  

Dieses Spiel dürfte in die jüngere Geschichte der Cuxhaven BasCats eingehen - in negativer Hinsicht. Die Cuxhaven BasCats kassierten im Verfolgerduell der 2. Basketball-Regionalliga eine unglaubliche Pleite. Nach 40 desaströsen Minuten aus Sicht der Cuxhavener stand es 64:119. Während Gegner CVJM Hannover aus dem Grinsen nicht mehr herauskam, herrschte bei den BasCats Trübsal-Stimmung. "Mir fehlen noch immer die Worte", sagte Cuxhavens Trainer Dennis Tiedemann am Morgen nach der Niederlage. Auch für ihn war es eine bittere Premiere: Eine so hohe Niederlage hat er als Coach noch nicht miterlebt.

Mit nur acht Spielern machten sich die Cuxhaven BasCats auf den Weg in die Landeshauptstadt. Darunter waren die beiden Jugendlichen Noah Schoepe und Elias Tiedemann. "Ich war froh, dass wir überhaupt zu acht losfahren konnten", sagte Tiedemann. Doch diese Acht erlebten in Hannover einen Abend zum Vergessen. Von Beginn an waren die Gastgeber viel präsenter und vor allem körperlicher, kauften den dezimierten BasCats früh den Schneid ab. Nach gerade einmal fünf Minuten stand es 19:4 für die Hannoveraner. Die BasCats, die mit Deon McDuffie, Andreas Hasenkamm, Franck Kone, Kyron Kelly und Bjarne Schwarze starteten, waren sichtlich beeindruckt von der Wucht der Gastgeber. "Wir wussten, dass sie körperlich extrem stark sind, aber sie konnten auch tun und lassen, was sie wollten", sagte Dennis Tiedemann. In der kleinen Halle bogen die Cuxhavener früh auf die Verliererstraße ein. Nach zehn Minuten führte Hannover mit 25:11, zur Halbzeit stand es 54:32. Und der Vorsprung wuchs weiter. "Wir haben uns am Ende ergeben", sagte Tiedemann frustriert. Hannover hörte nicht auf zu spielen und die BasCats hatten dem nichts entgegenzusetzen. Zumal sie in der kompletten zweiten Hälfte ohne Spielmacher Deon McDuffie agierten, der zu diesem Zeitpunkt auch erst ein Foul auf dem Konto hatte. "Verletzt war er nicht", sagte Tiedemann nur kurz und knapp. Mehr wollte er auf Nachfrage dazu nicht sagen. Fakt ist, dass seine Mannschaft auch nach der Pause einen bedenklichen Eindruck hinterließ. Als selbst ernannter Meisterschaftsfavorit angereist, wurden die BasCats schmetternd auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nach 30 Minuten stand es 82:49, am Ende sogar 119:64. Ein Ergebnis, das auf den ersten Blick surreal wirkte. Bei den BasCats-Verantwortlichen, aber auch bei den Fans. "Es war ein komplettes Desaster. Wir wurden in alle Einzelteile zerlegt", brachte es Tiedemann auf den Punkt. Diese Ereignisse aufzuarbeiten, wird ein paar Tage dauern. "Ich muss das erst mal sacken lassen. Aber so brauchen wir über das Thema Aufstieg nicht mal annähernd nachdenken", sagt der BasCats-Coach. 

Cuxhaven BasCats: Kyron Kelly (25 Punkte), Franck Kone (19), Deon McDuffie (10), Noah Schoepe (5), Andreas Hasenkamm (4), Bjarne Schwarze (1), Oliver Lüders, Elias Tiedemann. 

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Jan Unruh

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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