Kurz vor dem Ende des Giants Run wartete das neue Hindernis "Neptuns Fence" auf die Athleten. Überhaupt kamen die Hindernisse trotz der Strapazen bei den Aktiven gut an. Foto: Witthohn
Kurz vor dem Ende des Giants Run wartete das neue Hindernis "Neptuns Fence" auf die Athleten. Überhaupt kamen die Hindernisse trotz der Strapazen bei den Aktiven gut an. Foto: Witthohn
Extremsport

Die eigenen Grenzen beim Giants Run in Wingst überwunden

von Herwig V. Witthohn | 07.06.2026

Kleine Stromschläge aushalten, brackiges Wasser durchschwimmen und durch Matsch gleiten - beim 8. Giants Run in Wingst gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erneut bis an ihre Grenzen.

Schon vor dem Start über die 18-Kilometer-Strecke herrschte bei Veranstalter Sören Stinski und seinen zahlreichen Ehrenamtlichen beste Stimmung. Das Wetter passte hervorragend und einem mit neuen oder veränderten Hindernissen gespickten "Lauf der Giganten" stand nichts mehr im Wege.

Mit Musik wurde ordentlich eingeheizt, ehe der Startschuss zur ersten Herausforderung über 18 Kilometer erfolgte. Und ein Mann ging von Beginn an ein hohes Tempo und zog so einsam seine Runden. Thorsten Unruh vom TSV Ihlienworth ließ keinen Zweifel aufkommen, wer triumphieren würde. Auf der Strecke hielt er ein konstantes Tempo, nur bei der Aufgabe "Sandsack schultern, laufen und Hindernisse überwinden" musste er an seine Grenzen gehen. Am Ende siegte er mit großem Vorsprung.

Balancieren, ungewöhnliche Hindernisse überwinden, keine Stromstöße aushalten, brackiges Wasser durchschwimmen, krasse Steigungen am Olymp bewältigen - die Athletinnen und Athleten kamen schon an ihre Grenzen. "Hills and Holes", "High Walls" "Giant Tires", "Hole Walls" und "Donkey Kong" - Herausforderungen gab es viele. Und als die Ziellinie ganz nah war, kam der Matsch-Parcours dazu und noch zwei steile Wände, die es zu überwinden galt. Und dort zeigte sich, dass Teamgeist bei vielen Aktiven vorhanden war. Obwohl man den Kontrahenten oder die Kontrahentin nicht kannte, wurde Hilfestellung gegeben, denn bei manchen war die Kraft so kurz vor dem Ziel einfach nicht mehr vorhanden,

David Paasch absolvierte seinen ersten Giants-Run, ein Freund hatte ihn überredet, mitzumachen. Und er hatte sich durchaus ein Ziel gesetzt. "Ich wäre gerne unter den drei Stunden geblieben. Das hat zwar nicht geklappt, aber ich bin glücklich, die Ziellinie überquert zu haben. Für mich waren die Steigungen wirklich schwierig." Am Ende kam er als 151. in 3:17:56 Stunden ins Ziel.

Sören Stinski war nach der Veranstaltung glücklich. "Wenn ich sehe, wie erschöpft aber glücklich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Ziellinie überqueren, dann haben wir doch einiges richtig gemacht." Am 5. Juni 2027 wird dann der 9. Giants Run Wingst stattfinden.

18-Kilometer-Lauf: Männer: 1. Thorsten Unruh 1:45:07, 2. Martin Petzold 1:48:47, 3. Jasper Brütt 1:52:39. Frauen: 1. Nike Ott 2:03:33, 2. Anna Stelljes 2:08:20, 3. Janin Böhlken 2:08:21. Team: 1. Prill & Partner 10:25:08, 2. The Gumpers 11:02:04, 3. Marschland Hillclimbers 12:52:24.

9-Kilometer-Lauf Männer: 1. Martin Petzold 1:07:15, 2. Roman Steven 1:07:46, 3.Leon Schellenberg 1:08:48. Frauen: 1. Janin Böhlken 1:05:06, 2. Sandra Sahlmann 1:12:56, 3. Imke Meyer zu Vilsendorf 1:23:58. Team: 1. Gruppe: Windgiganten #TeamCuxhaven 7:04:10, 2. Gruppe: Die Kornigen 7:53:00, 3. Gruppe: Freibad Barchel 7:56:57.

Olaf Kühn hat den Auto-Parcours hinter sich gelassen und setzt den Giants Run in seinem eigenen Tempo fort. Foto: Witthohn
Veranstalter Sören Stinski (links) mit Sieger Thorsten Unruh vom TSV Ihlienworth. Foto: Witthohn
Die Siegerin Nike Ott überquert gleich die Ziellinie. Sie benötigte 2:03:33 Stunden für die 18 Kilometer-Strecke. Foto: Witthohn
Erschöpft, aber glücklich. David Paasch (links) kam nach 18 Kilometern als 151. ins Ziel. Rechts Aaron Taubenmann. Foto: Witthohn
Zur Hälfte des Parcours musste die Reifenwand bezwungen werden. Foto: Witthohn
Balancieren, obwohl man total erschöpft ist - eine kleine Gemeinheit auf der Strecke. Foto: Witthohn
Da kam auch Thorsten Unruh an seine Grenzen: zwei Kilometer mit dem Sandsack laufen und Hindernisse überwinden. Foto: Witthohn

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Herwig V. Witthohn

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