Die Otterndorfer Nachwuchsruderer bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Krefeld. Foto: shotbyhille
Die Otterndorfer Nachwuchsruderer bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Krefeld. Foto: shotbyhille
WM in Bulgarien

Drei Otterndorfer Ruder-Talente schaffen den Sprung in die WM-Auswahl 

von Denice May | 15.07.2026

Der TSV Otterndorf zeigt erneut seine Stärke im Nachwuchsrudern. Drei Talente schafften den Sprung in die U19-Nationalmannschaft - und einer von ihnen rudert bei der WM in Bulgarien um Edelmetall.

Der TSV Otterndorf zählt auch in diesem Jahr wieder zu den Aushängeschildern des deutschen Nachwuchsruderns. Gleich drei Athleten des Vereins wurden nach ihren starken Saisonleistungen zur Mannschaftsbildung der U19-Nationalmannschaft nach Berlin-Grünau eingeladen - ein Beleg dafür, dass die Nachwuchsarbeit an der Medem seit Jahren auf höchstem Niveau stattfindet.

Mit Christopher tom Wörden, Hannes Herting und Thore Eibich gehörten gleich drei Otterndorfer zu den 36 besten Junioren Deutschlands, die sich Hoffnungen auf einen Platz im WM-Aufgebot machen durften. Die Einladung erhielten sie nicht nur aufgrund ihrer Ergebnisse bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften und den Leistungsüberprüfungen, sondern auch wegen ihrer konstant starken Auftritte im Saisonverlauf. Nach den offiziellen Nominierungskriterien des Deutschen Ruderverbandes werden zur Mannschaftsbildung ausdrücklich auch Athleten berücksichtigt, die durch ihre Entwicklung und ihr Leistungspotenzial überzeugen.

Hannes Herting, Thore Eibich und Christopher tom Wörden wurden nach ihren starken Saisonleistungen zur Mannschaftsbildung der U19-Nationalmannschaft nach Berlin-Grünau eingeladen. Foto: Putzig

Besonders eindrucksvoll hatten sich Herting und tom Wörden bereits bei den U19-Europameisterschaften empfohlen. Im Doppelvierer ruderten sie auf dem Beetzsee in Brandenburg zur Goldmedaille und gehörten damit zu den erfolgreichsten deutschen Nachwuchsathleten des Wettbewerbs. Zuvor hatten Christopher tom Wörden und Hannes Herting bereits den deutschen Meistertitel im Doppelvierer gewonnen. Außerdem sicherte sich tom Wörden bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften die Silbermedaille im Doppelzweier. Thore Eibich überzeugte ebenfalls mit starken Ergebnissen: Er gewann Bronze im Zweier ohne Steuermann und vertrat Deutschland anschließend bei der U19-Europameisterschaft im Achter als Bugmann. Dort belegte die deutsche Crew Rang fünf.

In Berlin wurden anschließend verschiedene Bootsbesetzungen getestet. Am Ende schaffte Christopher tom Wörden den Sprung ins deutsche WM-Team. Der Otterndorfer wird bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Doppelvierer an den Start gehen und übernimmt dort die wichtige Rolle des Schlagmanns. "Es war zu erwarten, dass er es schaffen kann", sagt Vereinstrainer Martin Ramm. "Christopher gehörte schon immer zu den Guten - und jetzt gehört er in der U19 zu den Besten der Allerbesten." Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass er im neu eingeführten Mixed-Doppelzweier einen weiteren WM-Start erhält. Die endgültige Entscheidung darüber steht jedoch noch aus. 

Für Hannes Herting und Thore Eibich reichte es dagegen denkbar knapp nicht für die Weltmeisterschaft. Die Saison ist für beide dennoch längst nicht beendet: Sie vertreten Deutschland am 25. und 26. Juli beim Coupe de la Jeunesse im schweizerischen Luzern, einem der bedeutendsten internationalen Nachwuchswettbewerbe Europas.

Christopher tom Wörden vom TSV Otterndorf mit seinem Trainer Martin Ramm: Für beide geht es im August zur WM nach Bulgarien. Foto: Ramm

Auch abseits der Boote gab es für den TSV Otterndorf Grund zur Freude. Trainer Michael Ramm wurde von der Kommission als Bootstrainer des deutschen Doppelvierers nominiert und wird das Team ebenfalls zur Weltmeisterschaft begleiten. "Das ist eine große Ehre, dass ich das als Ehrenamtlicher machen darf", sagt Martin Ramm.

Bis Anfang August bereiten sich Christopher tom Wörden und Trainer Michael Ramm nun im zentralen Trainingslager des Deutschen Ruderverbandes auf den Saisonhöhepunkt vor. Dort arbeiten die qualifizierten Athletinnen und Athleten in mehreren intensiven Lehrgangswochen am Feinschliff ihrer Bootsbesetzungen. Im Mittelpunkt stehen die Abstimmung innerhalb der Mannschaften, die Synchronität der Ruderschläge und harte Belastungseinheiten über die olympische Renndistanz von 2.000 Metern. Anschließend reist das deutsche Team zu den Junioren-Weltmeisterschaften nach Plowdiw in Bulgarien. Die Zielsetzung ist dabei klar formuliert: "Unser Anspruch ist eine Medaille", sagt Martin Ramm.

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Denice May

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