Eine stattliche Zahl an Schwimmern wagte sich am Sonntagabend vor Duhnen zum Anbaden in die Nordsee. Foto: Adelmann
Eine stattliche Zahl an Schwimmern wagte sich am Sonntagabend vor Duhnen zum Anbaden in die Nordsee. Foto: Adelmann
Premiere gelungen

Fast 200 Teilnehmer beim ersten Neujahrsanbaden in Cuxhaven am Strand von Duhnen

von Frank Lütt | 02.01.2023

Cuxhaven. Das hätten die Organisatoren so nicht erwartet: Der Zuspruch für das erste offizielle Neujahrsanbaden in Cuxhaven-Duhnen war größer als erwartet, sowohl bei der Teilnehmerzahl als auch beim Zuschauerzuspruch. 

Cuxhavens neuer Kurdirektor Olaf Raffel hatte die Idee, ein Neujahrsanbaden in Duhnen zu veranstalten. Dank seiner Erfahrung aus Büsum, wo es ein solches Event seit mittlerweile 18 Jahren gibt. "Dort haben die Büsumer mit elf Schwimmern angefangen. Der Rekord lag 2016 bei 483 Teilnehmern", berichtet Raffel, der noch kurz vor Weihnachten seine Hoffnung auf 50 Wagemutige aussprach, die bei der Duhner Premiere ins eiskalte Wasser gehen sollten. Dies wurde nun weit übertroffen.

Im Internet hatten sich schon gut 120 Teilnehmer bis zum Veranstaltungstag angemeldet. Und am Anmeldebereich bei der Kasse im Schwimmbad Ahoi tauchten am frühen Abend immer mehr auf, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Die Mitarbeiter vom Ahoi, der Kurverwaltung und des Veranstaltungszentrums hatten alle Hände voll zu tun. Doch Dank der Ruhe und Gelassenheit der Helfer und der Schwimmer lief das Einchecken ganz und ruhig und reibungslos ab. "Unsere Erwartungen sind exorbiatnt übertroffen worde", so Raffel. Am Ende waren es 195 registrierte Teilnehmer, denen neben dem kühlen Bad kostenlos noch mehr geboten wurde.

Neben einem Coin, der zum Eintritt in das Thalassozentrum mit Therme und Saunalandschaft berechtigte, erhielt jeder angemeldete Bader noch eine vom Verkehrsverein Duhnen gespendete Mütze. Die Kopfbedeckung sorgte nicht nur für Wärme, sondern sollte auch aus Sicherheitsgründen aufgesetzt werden. Zwar hatten die Freiwillige Feuerwehr Duhnen, das THW Cuxhaven und die DLRG Cuxhaven unter anderem mit diversen Scheinwerfern für einen sicheren Zutritt zum entsprechenden Strandbereich und für eine Ausleuchtung der Wasserfläche gesorgt, aber mit der hellblauen Mütze waren die Schwimmer auch von weitem erkennbar.

Der mäßige Südwestwind hatte das Wasser nicht ganz so hoch auflaufen lassen, sodass die fünf Grad kalte Nordsee ganz am Ende der ausgewiesenen Wasserfläche, wo fünf Strömungsretter der DLRG für  Sicherheit sorgten, nicht einmal knietief war. "Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Dann haben wir uns einfach mal flach auf den Wattboden gelegt. So sind wir dann auch ganz nass geworden", berichtete ein junger Mann aus einer mehrköpfigen Gruppe.

Apropos jung: Raffel stellte fest, dass viele junge Leute als Schwimmer dabei waren. Damit sei einem vielfach geäußerten Wunsch, nämlich mehr für junge Menschen anzubieten, auch Rechnung getragen worden.

Vernommen habe der Kurdirektor außerdem, dass viele durch die jetzige Teilnahme auch erstmalig im Thalassozentrum waren. Hier erhofft er sich, dass dies positiv nachwirkt. Diese Hoffnung hat Raffel aber auch grundsätzlich für die Veranstaltung Neujahrsanbaden: "Ich glaube, dass wir eine sehr gute Basiszahl jetzt schon mal für die nächsten Jahre erreicht haben." Die Resonanz aus dem Teilnehmerkreis sei sehr gut gewesen, sodass er glaubt, viele der jetzigen Schwimmer auch am 1. Januar 2024 in Duhnen begrüßen zu können. Dann übrigens zu einer Uhrzeit, die womöglich noch mehr ansprechen könnte. Hochwasser ist in einem Jahr nachmittags um halb Fünf.

Aber auch die jetzige Abendveranstaltung - die Schwimmer sind gegen 20.30 Uhr ins Wasser gegangen - habe ihren Reiz gehabt. Dazu beigetragenn habe die große Kulisse, immerhin wollten sich rund 1000 Zuschauer das Spektakel nicht entgehen lassen. Die Besucher sorgten ordentlich für Umsatz. Die Schlangen an der Bratwurst- und Getränkebude riss im Prinzip nie ab. Noch während der Veranstaltung musste noch Glühwein nachgeholt.

Letztendlich waren alle Beteiligten zufrieden, sodass es sicherlich im nächsten Jahr eine Wiederholung geben wird. Ob die Bedingungen dann so gut sind, wird sich zeigen. "Das ist aber auch der Reiz. Es ist jedes Mal anders", so Olaf Raffel, der mit seiner Idee den Nerv vieler Menschen getroffen hat. In der Region gibt es schon recht viele Winterschwimmer, die im kleinen Rahmen ihr eigenes Neujahrsanbaden zelebrieren. So waren am Sonntagmorgen einzelne Schwimmer in der Grimmershörnbucht unterwegs. Aber auch in Otterndorf gibt es schon eine kleine Tradition. Hier trifft sich jedes Jahr eine Truppe junger Leite, um das neue Jahr mit einem kühlen Bad im Badesee zu begrüßen. Fast ein Dutzend Schwimmer wagten hier den Sprung in die Fluten.

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