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Auch für Altenwaldes Niclas Bode waren es schwierige Platzbedingungen in Stinstedt – gegen MTV Bokel hatte er zuletzt noch getroffen. Foto: May
Auch für Altenwaldes Niclas Bode waren es schwierige Platzbedingungen in Stinstedt – gegen MTV Bokel hatte er zuletzt noch getroffen. Foto: May
Fußball

Flutlicht-Partie in Stinstedt: TSV Altenwalde schnuppert lange am Dreier

von Denice May | 17.10.2026

Im Bezirksligaspiel am Freitagabend trotzte der TSV Altenwalde den widrigen Bedingungen und hielt gegen den LFCS lange eine knappe Führung, bevor der Ausgleich fiel. Ein intensiver Kampf endete mit einem fairen Unentschieden.

Es sind diese Abende, die den Fußball ausmachen. Der Regen fällt ungemütlich über den Rasenplatz in Stinstedt, das Flutlicht geht an und leuchtet das nasse Grün aus, die Zuschauer drängen sich unter der überdachten Tribüne. Dass trotz des miesen Wetters und des zeitgleich stattfindenden Landesliga-Krachers zwischen dem FC Hagen/Uthlede und SV BW Bornreihe so viele Fans den Weg in die Gemeinde Loxstedt fanden - darunter auch mitgereiste Altenwalder Unterstützer -, unterstrich die Brisanz dieser Bezirksliga-Partie. Sie bekamen am Freitagabend genau das zu sehen, was die Tabelle versprochen hatte: Ein intensives Derby auf Augenhöhe zwischen dem LFCS und dem TSV Altenwalde, das am Ende keinen Sieger fand.

LFCS - TSV Altenwalde 1:1 (0:1): Dabei spielten die äußeren Bedingungen von Beginn an eine Hauptrolle. Der tiefe, rutschige Boden machte es der Mannschaft von Cheftrainer Cristiano Da Cruz extrem schwer. "Es war das schwere Spiel, das wir erwartet haben", bilanzierte Altenwaldes Co-Trainer Gerd Ottowitz nach dem Abpfiff. Der teils matschige Untergrund ließ das Spiel, das sich der TSV eigentlich vorgenommen hatte, kaum zu. Dennoch erwischten die Altenwalder einen Start nach Maß und waren in der ersten Hälfte das klar bessere Team. Gerade einmal sieben Minuten waren gespielt, als LFCS nach einer scharf getretenen Ecke den Ball nicht geklärt bekam. Benett Bursky schaltete am schnellsten, behielt im Gewühl die Übersicht und legte den Ball aus gut 13 Metern überlegt am machtlosen LFCS-Keeper vorbei.

Altenwalde nahm den knappen Vorsprung mit in die Kabine, verpasste es nach dem Seitenwechsel jedoch, den Sack zuzumachen. In der 52. Minute lief die Kontermaschine perfekt: Maurice Mehaux war auf und davon, scheiterte im Eins-gegen-Eins aber am Schlussmann. Danach kippte die Partie. LFCS stellte hinten komplett zu und lauerte auf Umschaltmomente. "Sie spielen hinten sehr robust und haben vorne zwei schnelle Spieler", analysierte Ottowitz den Gegner. Loxstedt übernahm nun das Kommando und belohnte sich in der 64. Minute: Martin Kaufmann steckte den Ball maßgenau durch die Altenwalder Kette auf Tom Beckhusen durch, der frei vor dem Tor zum 1:1 ausglich.

In der Schlussphase warf das Altenwalter Trainerteam noch einmal alles nach vorne und brachte frische Kräfte für die Schlussminuten. Der eingewechselte Colin Solf hatte in der Nachspielzeit sogar noch den Lucky Punch auf dem Fuß, als sein Volleyschuss nach einer Flanke nur an den Pfosten ging. Altenwaldes Co-Trainer zeigte sich mit dem Ausgang des umkämpften Spiels am Ende versöhnlich: "Ich denke, mit einem Punkt können wir beide leben. Das Unentschieden geht völlig okay."

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