Kurz vor Ende des Giants Run wird es noch mal richtig anspruchsvoll. Der Weg durch den tiefen Matsch ist eine echte Herausforderung für die Aktiven. Fotos: Witthohn
Kurz vor Ende des Giants Run wird es noch mal richtig anspruchsvoll. Der Weg durch den tiefen Matsch ist eine echte Herausforderung für die Aktiven. Fotos: Witthohn
Extrem-Hindernislauf

So entsteht der Giants Run in der Wingst: Aufbau auf über 600 Hektar Fläche

von Herwig V. Witthohn | 19.06.2025

150 Lkw- und Schwerlast-/Tieflader-Transporte für An- und Abfahrten sind notwendig, um überhaupt die Voraussetzungen für ein Spektakel zu schaffen, das im norddeutschen Raum seinesgleichen sucht. Dann findet der Giants-Run in Wingst statt.

Am Sonnabend, 21. Juni, ist es wieder soweit. Sören Stinski und sein eingespieltes Team werden bis dahin mit einigem Aufwand die Voraussetzungen geschaffen haben, um den Starterinnen und Startern beim Giants Run eine perfekte Strecke mit herausfordernden Hindernissen anbieten zu können. 

"Ich weiß sehr zu schätzen, was Vereine, Firmen und Privatpersonen dazu beitragen. Das sind unsere Streckenposten, Partner und Sponsoren, die Forstverwaltung von der Wense, der Bürgermeister der Gemeinde Wingst, der Reitverein, das DRK der Samtgemeinde Land-Hadeln, die DLRG Ortsgruppen Cuxhaven und Lamstedt sowie natürlich auch die Freiwillige Feuerwehr Wingst und diverse Grundstückseigentümer. Wir bewegen uns hier schließlich auf einer Gesamtfläche von über 600 Hektar für den Auf- und Abbau. Da ist es mir persönlich auch sehr wichtig, dass wir hier alles vernünftig geklärt haben und alles in vernünftiger Absprache mit den Eigentümern erfolgt. Aber auch hier, durch die Nutzung vieler privater und öffentlicher Flächen, können der Auf- und Abbau meist erst 'Just in Time' erfolgen", erklärt der Macher des Giants Run, Sören Stinski.

Die Parkplätze am Zoo und dem Schwimmbad oder diversen Wanderwegen sollen natürlich so gut wie möglich nutzbar bleiben. Daher werden die meisten Hindernisse oft erst kurz vor der Veranstaltung rausgefahren oder vor Ort aufgebaut. "Auch wenn wir bereits fast zwei Wochen vor der Veranstaltung mit den ersten Aufbauarbeiten beginnen, geht es eine Woche vorher so richtig los. Die letzten drei Tage und auch Nächte vor dem Veranstaltungstag sind hier absolut entscheidend. Wenn dann noch das Wetter nicht so richtig mitspielt, müssen Crew und Maschinen natürlich ein wenig mehr ran", schmunzelt Stinski. 

"Neben dem Aufbau, für den wir seit vielen Jahren eine unglaublich engagierte und beständige Crew haben, müssen wir uns natürlich auch immer wieder mit den steigenden Produktionskosten beschäftigen. So sind die Kosten für den Teilnehmerservice, die Rohmaterialien sowie Logistik & Transport stark in die Höhe geschossen. Da ist es schon eine kleine Herausforderung, das Ganze überhaupt kostendeckend auf die Beine zu stellen, schließlich halten wir unsere Startgebühren bereits seit Jahren unverändert stabil."

Sören Stinski schildert detailliert, was so alles auf sein Team zukommt. "In der Transportlogistik sprechen wir über etwa 150 Lkw- und Schwerlast-/Tieflader-Transporte für An- und Abfahrten. Wir haben mehrere Kräne, vom Ladekran bis hin zum mobilen 70-Tonnen-Kran im Einsatz und benötigen zudem diverse Baumaschinen wie Radlader, Bagger, Teleskoplader, Hubarbeitsbühnen und Traktoren. Für unsere Streckenführungen, Teil- und Vollsperrungen einiger Straßen sowie für die vielen Halteverbote rund um das Veranstaltungsgelände, kommen wir auf etwa 500 aufzustellende Wegweiser, Verkehrsschilder und Schrankenzäune im Verkehrsbereich. Die Streckenabsicherung erfolgt durch unzählige Meter Absperrband, etwa 3.000 Meter Mobilzaun und gut 3.000 Meter Absperrgitter. Wir arbeiten zudem mit etwa 30 Containern in unterschiedlichsten Größen, bei denen es sich oftmals um spezielle Sonderanfertigungen extra für den Giants Run handelt."

Die Veranstaltung startet am Sonnabend, 21. Juni, um 11 Uhr mit dem "Run for professionals". Der "Run for beginners" startet dann um 15 Uhr in der Event-Arena "Wingster Reitstadion" an der Hasenbeckallee in Wingst. Die Streckenlänge für die "Anfänger" beträgt neun Kilometer, 150 Höhenmeter müssen überwunden werden. Die "Profis" müssen 250 Höhenmeter bewältigen und legen eine Strecke von 18 Kilometern zurück. Und in beiden Wettbewerben lauern natürlich auch in diesem Jahr wieder ganz schön fiese Hindernisse. Umso größer die Freude der Aktiven im Ziel. 

Wer die Strapazen überstanden hat, freut sich, im Ziel von Sören Stinski die Medaille um den Hals gehängt zu bekommen.

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Herwig V. Witthohn

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