Auch die elf Tore von Tim Ruppelt konnten die Niederlage des TSV Altenwalde in Delmenhorst nicht verhindern. Foto: Unruh
Auch die elf Tore von Tim Ruppelt konnten die Niederlage des TSV Altenwalde in Delmenhorst nicht verhindern. Foto: Unruh
Handball

Große Personalnot und Rote Karte: Dezimierter TSV Altenwalde verliert 

von Jan Unruh | 16.04.2023

Unter keinem guten Stern stand das Auswärtsspiel des TSV Altenwalde in der Handball-Landesliga. Ohne einen einzigen Ersatzspieler reisten die Altenwalder zur abstiegsbedrohten HSG Delmenhorst II und hielten lange mit.

Eine Hiobsbotschaft nach der anderen erreichte Altenwaldes Trainer Daniel Schnautz Ende der vergangenen Woche. Verletzungen beim Abschlusstraining, ein Arbeitsunfall und private Verpflichtungen einiger Akteure sorgten dafür, dass der Kader bis auf das Minimum zusammenschrumpfe. Mit nur sechs Feldspielern und einem Torhüter fuhr der Bus Richtung Delmenhorst. "In dieser Woche kam wirklich alles zusammen", so Schnautz. Dennoch sah er trotz der schwierigen Umstände ein ausgeglichenes Spiel. Die Altenwalder rannten zwar permanent einem Rückstand hinterher, kamen aber immer wieder durch Treffer von Mirco Neu, Tim Ruppelt, Jan Burgdorf, Jendrik Gerdts und Christoph Kanehl wieder heran. Zur Pause betrug der Rückstand aus TSV-Sicht lediglich zwei Tore (17:15). Als der beste Torschütze des Tages Tim Ruppelt (insgesamt elf Treffer) in der 46. Minute den Ausgleich erzielte (20:20), witterten die Gäste ihre Chance. Im Anschluss verpassten sie es aber in Führung zu gehen. Möglichkeiten waren da. 

Zehn Minuten in Unterzahl

Delmenhorst zog wieder etwas davon (23:21), ehe eine Rote Karte das Spiel entscheiden sollte. Jan Burgdorf bekam diese nach einem harten Foulspiel gezeigt. Das bedeutete, dass die Altenwalder in den letzten zehn Minuten in Unterzahl spielen mussten. "Das war zu viel", so Schnautz. Delmenhorst spielte seine Angriffe nun clever aus und siegte am Ende noch recht deutlich mit 34:27. "Das ist natürlich ziemlich unglücklich gelaufen", sagt Altenwaldes Trainer. Seine Mannschaft war keineswegs schlechter, doch gegen eine Mannschaft mit Wechselmöglichkeiten hatten sie über die gesamte Spielzeit gesehen am Ende keine Chance. "Mit zwei Spielern mehr im Kader, gewinnen wir hier", ist er sich nach der Partie aber sicher. 
Sei es drum. Für die Altenwalder gehe es nun darum eine gute Spielzeit vernünftig zu Ende zu bringen in den letzten vier Partien. Am nächsten Sonnabend steht wieder ein Heimspiel auf dem Plan. Gegner ist dann der ebenfalls sich noch im Abstiegskampf befindliche VfL Rastede. Dann sieht es nach Aussage von Schnautz auch personell wieder etwas besser aus. 

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