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Grünes Licht am Sophienweg: Otterndorfs neuer Kunstrasenplatz ist bereit
Nach jahrelanger Planung eröffnet Otterndorf den ersten Kunstrasenplatz. Der TSV Otterndorf freut sich über die neue Trainingsmöglichkeit. Ein Projekt zwischen ehrenamtlichem Einsatz und städtischer Förderung.
Vier Jahre Planung, viele Stunden ehrenamtliche Arbeit und rund eine halbe Million Euro: Der Aufwand hat sich gelohnt. Der neue Kunstrasenplatz am Sophienweg ist fertig und kann ab dem kommenden Wochenende genutzt werden. Auch die Arbeiten rund um die Spielfläche sind inzwischen abgeschlossen. Damit steht dem ersten Kunstrasenplatz in der Samtgemeinde Land Hadeln nichts mehr im Weg.
Als der Platz im August kurz vor der Fertigstellung stand, waren rund um den grünen Belag noch einige Arbeiten offen. Inzwischen sind die Flächen gepflastert, auch die Rasenansaat im Umfeld ist erledigt. Aus dem einst holprigen Bolzplatz ist eine moderne Anlage geworden, auf der künftig trainiert und auf Kleinfeld gespielt werden kann.

Für den TSV Otterndorf ist das eine wichtige Entlastung. Bislang müssen sämtliche Fußballmannschaften des Vereins auf dem benachbarten Jahnplatz trainieren - von der Jugend bis zu den Altsenioren. Dem Rasenplatz ist die intensive Nutzung anzumerken, seine Beschaffenheit hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend verschlechtert. Die neue Kunstrasenfläche soll dafür sorgen, dass sich der Trainingsbetrieb besser verteilen lässt. "Es ist toll, dass wir jetzt einen Platz zum Ausweichen haben", freut sich Sebastian Reuter, Fußballabteilungsleiter des TSV Otterndorf.
Mit einer Größe von 40 mal 60 Metern ist der Platz zwar kleiner als klassische Fußballplätze, für Trainingseinheiten und Spiele auf Kleinfeld aber ausreichend. Rund 500.000 Euro hat das Projekt gekostet. Dass die Summe vergleichsweise niedrig ausfällt, liegt vor allem an den geringeren Abmessungen.
Flutlicht kommt erst 2027
Einen Haken gibt es allerdings noch: In den kommenden Monaten müssen die Mannschaften mit den für die Jahreszeit typisch dunklen Lichtverhältnissen zurechtkommen. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist die Nutzungszeit am Abend begrenzt. Flutlichtmasten sind zwar vorgesehen, sollen aber erst im kommenden Jahr installiert werden. Die Arbeiten wurden aus fördertechnischen Gründen in einen zweiten Bauabschnitt verschoben. Auch Ballfangzäune waren ursprünglich für diesen Schritt vorgesehen.
Bis dahin können die Otterndorfer Fußballer den neuen Platz zwar nutzen, müssen ihre Trainingszeiten aber entsprechend planen. Mit dem Flutlicht soll die Anlage dann auch in den Abendstunden besser bespielbar sein.
Die Freude über die Fertigstellung dürfte dennoch groß sein. Schon im Sommer berichtete Sebastian Reuter von vielen positiven Rückmeldungen. Gemeinsam mit weiteren Vereinsmitgliedern hatte er das Projekt über Jahre vorangetrieben. Besonders Lars Stollberger übernahm nach Reuters Angaben einen großen Teil der Planung.
Der Platz liegt auf städtischem Grund. Unterstützt wurde das Vorhaben zudem durch Fördermittel der Stadt, des Landessportbundes und des Landkreises. Die Umsetzung lag jedoch maßgeblich in den Händen des TSV und seiner ehrenamtlichen Helfer. Mit der Freigabe am kommenden Wochenende zahlt sich dieser Einsatz nun aus - auch wenn die Anlage mit dem späteren Flutlicht noch einmal einen wichtigen Schritt nach vorn machen wird.
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