Lasse Lührs wechselt sichtlich abgekämpft auf die Schlussläuferin Laura Lindemann. Foto: Marijan Murat/dpa
Lasse Lührs wechselt sichtlich abgekämpft auf die Schlussläuferin Laura Lindemann. Foto: Marijan Murat/dpa
Triathlon-Gold

"Ich bin begeistert": Mutter nach Olympiasieg von Lasse Lührs aus Wingst euphorisiert

von Herwig V. Witthohn | 05.08.2024

Unglaubliche Energieleistung. Der Wingster Lasse Lührs sicherte sich mit der deutschen Triathlon-Staffel die Goldmedaille in der Mixed-Triathlon-Staffel und ist Olympiasieger. Die erste Reaktion direkt aus Paris.

Lasse Lührs legte mit einer couragierten Leistung mit den Grundstein zu diesem großartigen Erfolg. Er übergab mit fünf Sekunden Rückstand auf Großbritannien an Laura Lindemann, die auf ihre unnachahmliche Art und einer grandiosen Laufleistung die Goldmedaille für Deutschland sicherte. Nach Tabea Kemme (Fußball) nun also die zweite olympische Goldmedaille, die in den Landkreis Cuxhaven geht.

Lasse Lührs aus der Wingst hat es geschafft: Er ist Olympiasieger im Triathlon. Foto: Jan Woitas, picture alliance/dpa

Was war das für eine Triathlon-Mixed-Staffel in Paris?! Die Experten hatten mit einem Sieg der Franzosen um die Olympiasiegerin im Einzel Cassandre Beaugrand gerechnet, doch die optimistischen Hoffnungen der Gastgeber endeten schon mit dem ersten Aktiven Pierre le Corre, der von dem Neuseeländer Hayden Wilde auf der Radstrecke abgeräumt wurde und viel Zeit verlor.

Nach den zahlreichen Diskussionen im Vorfeld um die Wasserqualität der Seine gab es schließlich grünes Licht. Pünktlich um 8 Uhr erfolgte der Start und Tim Hellwig sprang in den Fluss der französischen Hauptstadt. Er verhielt sich taktisch clever und konnte mit nur drei Sekunden Rückstand auf den Briten Alex Yee an Lisa Tertsch übergeben.

Wingster übergab als Zweiter an Laura Lindemann

Die Deutsche hängte sich nach dem Schwimmen ans Hinterrad der Italienerin Alice Betto, doch die Verfolgergruppe schloss auf. Im Laufen zeigte Lisa Tertsch eine grandiose Leistung, zog noch an der Britin Taylor-Brown vorbei und übergab in Führung liegend an Lasse Lührs.

Lasse Lührs freut sich neben Laura Lindemann nach dem Olympiasieg. Foto: Marijan Murat/dpa

Zwar übernahmen die Briten mit Samuel Dickinson wieder die Führung nach dem Schwimmen, doch der Wingster ließ sich nicht abhängen. Lasse Lührs übergab als Zweiter mit geringem Rückstand auf Großbritannien an Laura Lindemann, die beim Schwimmen den Rückstand auf die Britin Beth Potter nicht verringern konnte und im Radfahren wuchs der Rückstand an. Doch die US-Amerikanerin Taylor Knibb kam auf und führte Laura Lindemann wieder an die Britin heran. So gingen die drei Führenden auch mit Vorsprung auf die beiden Laufrunden.

Das deutsche Triathlon-Team mit (v.l.) Tim Hellwig, Lisa Tertsch, Laura Lindemann und Lasse Lührs und jubelt über die Goldmedaille. Die vier Athleten holen Gold in der Mixed-Staffel. Foto: Marijan Murat/dpa

Ein unnachahmlicher Spurt sorgte für die Entscheidung

Kurz vor dem Erreichen des blauen Teppichs, der zur Ziellinie führte, zog Lindemann auf ihre unnachahmliche Art das Tempo an und ließ sich nicht mehr einholen. Mit ihrem starken Schlussspurt sicherte sie der deutschen Mixed-Staffel die Goldmedaille vor den Briten und den US-Amerikanern. Sichtlich bewegt nahmen die deutschen Athleten dann bei der Siegerehrung die Goldmedaillen entgegen.

Anette Lührs, die Mutter des Olympiasiegers, war in Paris dabei. "Ich bin begeistert und freue mich, dass sein Traum wahr geworden ist. Nach all den Strapazen der letzten Jahre, dem intensiven Training, konnte er nicht nur an den Olympischen Spielen teilnehmen, sondern bringt nun auch noch eine Goldmedaille mit. Vielleicht dürfen wir ja mit ins Deutsche Haus und seinen Erfolg mitfeiern."

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