Pokalsieg mit Bamberg: Ein Traum wird wahr für Petkovic
Vom Jugendspieler aus Cuxhaven zum Pokalsieger: Adrian Petkovic krönt mit Bamberg seinen rasanten Aufstieg. Der 21-Jährige erlebt in München den größten Moment seiner Karriere - emotional, überwältigend und noch immer kaum zu begreifen.
Auch einige Stunden nach dem Triumph im DBB-Pokal ist Adrian Petkovic voller Emotionen. Der gebürtige Cuxhavener feierte mit den Bamberg Baskets seinen ersten Titel als Profi-Basketballspieler. "Von so einem Moment habe ich als Kind geträumt", sagt der erst 21-jährige Aufbauspieler. Er stand mit seiner Mannschaft, den Bamberg Baskets, im sogenannten Final Four. Die vier besten Mannschaften Deutschlands spielten in München um die Pokalkrone. Dass es am Ende für Bamberg zum Titel gereicht hat, ist für Petkovic auch in den Tagen danach noch etwas surreal. Erst seit Anfang vergangenen Jahres gehört er fest zum Bundesligakader der Bamberger. Er hat sich seinen Platz erarbeitet - mit Fleiß, Ehrgeiz und auch ein wenig Glück, wie er selbst sagt. Schon seit seiner frühen Kindheit war sein Traum, irgendwann einmal Basketballprofi zu werden. Dafür hat er schon als Jugendlicher hart gearbeitet. Seine ersten Körbe warf er in Cuxhaven, wechselte dann zu den Eisbären Bremerhaven in die Jugend-Basketball-Bundesliga, ehe es ihn weiter nach Paderborn und schließlich nach Bamberg zog. Vor etwas mehr als zwei Jahren unterschrieb er seinen ersten Profivertrag. Nun der erste Titel. Dieser rasante Aufstieg ist beeindruckend - auch für ihn selbst. "Ich genieße jeden Moment. Das ist einfach Wahnsinn", sagt Adrian Petkovic. Der jüngste Akteur im Kader der Bamberger hat mittlerweile schon 35 BBL-Spiele auf dem Buckel und steht durchschnittlich zehn Minuten pro Partie auf dem Parkett. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Teams geworden. Auch im Halbfinale und Finale des BBL-Pokals kam er zum Einsatz - wenn auch deutlich kürzer als in den vorherigen BBL-Spielen. Im Halbfinale gegen den großen Favoriten FC Bayern München Basketball wirkte Petkovic zweieinhalb Minuten mit. Bamberg gewann die Partie sensationell mit 103:97 nach Verlängerung.
Im Finale standen Petkovic und Co. Alba Berlin gegenüber. Auch dort stand Petkovic rund zweieinhalb Minuten auf dem Feld. Punkte blieben ihm in beiden Partien verwehrt. Im Finale sammelte er zumindest einen Assist und einen Offensivrebound. Statistiken, die für Petkovic kurz nach der Schlusssirene und dem 74:72-Sieg keine große Rolle mehr spielten. "Ich war zufrieden und glücklich über die Zeit, die ich spielen durfte", sagt er. Petkovic ist ein Teamplayer. "Unsere Erfolgsgeschichte ist das Team", sagt der 21-Jährige. Das haben die Bamberger eindrucksvoll in den beiden Begegnungen in München unter Beweis gestellt. "Wir haben gezeigt, was wir erreichen können", sagt ein selbstbewusster Adrian Petkovic. Auch in der Liga stehen die Baskets auf einem guten siebten Platz. Das Ziel ist das Erreichen der Play-offs. Die Chancen stehen gut. Der sensationelle Erfolg im DBB-Pokal dürfte weiteren Auftrieb geben. Diesen haben die Bamberger dann auch ausgiebig gefeiert. "Ich war weit vorn dabei", sagt Petkovic mit einem Schmunzeln. Familie und Freunde saßen auf der Tribüne in der Münchner Halle, haben mitgefiebert und am Ende auch mitgejubelt. "Für mich war das einmalig", sagt Petkovic.
Schon im vergangenen Jahr stand er mit Bamberg im Finale. Damals verloren sie das Endspiel. Diesmal durfte Petkovic den Siegerpokal in die Höhe halten. Ein Moment, den er nie mehr vergessen wird. Wenn es nach ihm geht, sollen noch weitere solcher Höhepunkte folgen. Mit 21 Jahren ist er aktuell der jüngste Spieler im Bundesligakader der Bamberger. "Ich bin froh in Bamberg diese Schritte gehen zu dürfen", sagt der gebürtige Cuxhavener. Im Sommer läuft sein Vertrag bei den Baskets aus. Ob er in Bamberg bleibt, weiß er noch nicht. Das Basketballgeschäft ist schnelllebig. Doch egal, was in der Zukunft passiert, Bamberg hat schon jetzt einen großen Platz in seinem Herzen eingenommen. "Ich bin sehr dankbar für diesen Erfolg in Bamberg. Das war eine richtige Krönung", sagt der 21-Jährige.
