Prominente Verstärkung: Ex-Bundesliga-Trainer unterstützt Drochtersen/Assel
Mit Holger Stanislawski steigt eine echte Fußballgröße als sportlicher Berater beim Regionalligisten im Kreis Stade ein. Der frühere Bundesliga-Trainer und St.-Pauli-Ikone will seine Erfahrung, sein Netzwerk und seine Expertise einbringen.
Kein Geringerer als Holger Stanislawski unterstützt ab sofort die SV Drochtersen/Assel in der Regionalliga. Der Hamburger "Stani" hat von 1993 bis 2004 für den FC St. Pauli gespielt und hat den Verein später als sportlicher Leiter wie auch als Trainer zurück in die 2. und 1. Bundesliga geführt.
2013 löste Stanislawski seinen Vertrag beim 1. FC Köln auf und machte seinerzeit Schlagzeilen, weil er einen Rewe-Markt übernahm und dem Fußball den Rücken kehrte. Der 56-Jährige ist als Geschäftsmann mittlerweile auf mehreren Ebenen tätig.
"Wir sind schon seit einiger Zeit geschäftlich verbunden", sagt D/A-Präsident Rigo Gooßen. Sie fachsimpelten natürlich immer über Fußball. Zuletzt wurde das Thema D/A dabei immer größer. Gooßen lud Stanislawski zu Spielen ein. "Er hat jetzt, nach so langer Zeit ohne Fußball, wieder richtig Bock und will helfen, unser Modell weiter zu entwickeln", sagt Gooßen.
Dass Stanislawski, der in der Vergangenheit Angebote aus dem höherklassigen Fußball abgelehnt hatte, sich dem D/A-Projekt anschließt, stehe auch dafür, so Gooßen, was in Kehdingen in den vergangenen Jahren entstanden ist.
Stanislawski soll Stellschrauben justieren
Als die Idee Formen annahm, hätten sich Trainer Oliver Ioannou und Stanislawski natürlich auch "mal beschnuppert", so Gooßen. Ioannou sei von der Zusammenarbeit überzeugt, er könne von den Erfahrungen des ehemaligen Bundesliga-Trainers auch nur profitieren, sagt Gooßen.
"An unserer Hierarchie ändert sich nichts", sagt Gooßen. Stanislawski ist sportlicher Berater für D/A.
Diesen Job werde er aber recht intensiv ausführen. "Er will das Training begleiten, auch scouten und nächste Gegner beobachten", sagt Gooßen.
Von Stanislawskis Erfahrung können alle profitieren, auch dessen Netzwerk helfe D/A weiter. Allein bei Verhandlungen mit Spielern hätte Stanislawskis Einfluss auch Gewicht, glaubt Gooßen.
"Wir haben eine gute Saison gespielt", sagt Gooßen zu der Vizemeisterschaft. Der SV Meppen habe noch die besseren Bedingungen gehabt und sei verdient Meister geworden, so Gooßen.
Das verlorene Pokalendspiel war "aber sehr enttäuschend" und habe die Verantwortlichen darin bestärkt, Veränderungen herbeizuführen. Die bisherigen Zugänge waren schon Ausrufezeichen, Stanislawski ist nun ein Coup, der viel verspricht.
Von Jan Bröhan
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