Rekordbeteiligung in Nordholz: Nicht nur Radfahrer stehen bei "Bike Navy" im Fokus
Beim diesjährigen "Bike Navy" in Nordholz sorgten nicht nur die Radfahrer für Schlagzeilen. Bei den Läufen gab es eine Rekordbeteiligung.
Die Fahrradfahrer standen im Mittelpunkt. Zahlreiche ehemalige Radprofis waren beim diesjährigen "Bike Navy" in Nordholz am Start. Doch die Veranstaltung hatte sportlich noch einiges mehr zu bieten. So gab es - wie in den vergangenen Jahren auch - wieder den sogenannten "Bike Navy Run". Schon vor den Fahrradfahrern durften die Läuferinnen und Läufer auf die imposante Strecke auf dem Flughafengelände in Nordholz. Trotz der frühen Startzeiten, um 8.20 Uhr liefen die ersten Kinder um die Wette, war der Zuspruch zu diesem Zusatzangebot so groß wie noch nie zuvor. Mit 180 Teilnehmern verzeichneten die Läufe eine Rekordbeteiligung. Das lag auch an der Kooperation mit den Grundschulen in Nordholz und in Dorum. Viele Schülerinnen und Schüler schnürten ihre Laufschuhe und setzten sich auch später bei den Kinderrennen auf ihr Fahrrad.
Schnellster Läufer über die 10-km-Strecke war der Lüdingworther Triathlet Jan-Marten Badorrek. Er kam nach 34:36 Minuten ins Ziel. Kurze Zeit später stieg er noch aufs Rad und belegte beim 30-km-Zeitfahren den zweiten Platz. Torben Ehlers vom TSV Altenwalde lief hinter Badorrek auf Platz zwei (39:10 Minuten). Die Frauenwertung gewann Janin Böhlken aus Beverstedt. Sie kam nach genau 40:00 Minuten ins Ziel und war damit über siebeneinhalb Minuten schneller als die Zweitplatzierte Eunyoung Kim aus Bremerhaven (47:34). Kerstin Ziebell vom TSV Ihlienworth landete auf Platz drei (47:37). Den 5-km-Lauf gewann Jule Prins deutlich (17:16). Auch sie stieg später noch aufs Rad. Schnellster Mann war Antonio De Castro Martinez aus Brake (17:31). Beim 1-km-Kids-Run lief Jarle Stelling aus Bederkesa nach 4:47 Minuten als Erster über die Ziellinie. Leona Kersten vom TSV Altenwalde war in 5:20 Minuten das schnellste Mädchen.

Die Resonanz zeigt, dass auch die Läufer ihren Platz bei der eigentlich für den Radsport ins Leben gerufenen Veranstaltung gefunden haben. Das Teilnehmerfeld wurde mehr als verdoppelt. Dennoch gab es ein wenig Kritik. "Es gibt bestimmte Bereiche, wo wir noch besser werden müssen", sagt Organisator Christian Stoll selbstkritisch mit Blick auf die Laufwettbewerbe. Dennoch gab es größtenteils positive Rückmeldungen von den Läuferinnen und Läufern. Im nächsten Jahr werden dann laut Stoll sicherlich ein paar Kleinigkeiten angepasst. Erst einmal pustet das Organisationsteam nach einem langen Wochenende aber kräftig durch. Die Aufarbeitung der sechsten Auflage folgt in den nächsten Wochen. Dann soll auch der Termin für Bike Navy 2026 feststehen. Aktuell gibt es noch keinen.