René Dittmer aus Stade reitet knapp am Podium im Weltcup-Finale vorbei
Es ist der vorläufige Höhepunkt einer steilen Springreiter-Karriere. René Dittmer aus Stade hat bei seiner Premiere im Weltcup-Finale den Treppchenplatz nur knapp verpasst.
Von Miriam Fehlbus
Die Dickies Arena in Fort Worth im US-Bundesstaat Texas wird für René Dittmer aus Stade zum unvergesslichen Meilenstein seiner Karriere.
Als er die Konkurrenz stilecht mit Cowboyhut die Startplatzauslosung verfolgt, weiß er noch nicht, dass er drei Durchgänge später Platz vier belegen wird.
Eine Sekunde langsamer als die Dritte
Am ersten von drei Wettkampftagen als 28. Paar ins Rennen gegangen, verpasst der national für den Reitverein Harsefeld startende Dittmer das Siegerpodest nur knapp. Im Sattel des elf Jahre alten Holsteiners Cody, einem Casall-Sohn aus der Zucht von Sören von Rönne, muss er sich am Ende im Kampf um Platz drei der US-Amerikanerin Katherina A. Dinan und Out of the Blue SCF geschlagen geben.
Die Lokalmatadorin sammelte ebenfalls neun Strafpunkte, war aber im finalen Umlauf eine gute Sekunde schneller. Insgesamt gingen 35 Paare an den Start. Nur die besten Reiter der Welt, die sich für das Weltcup-Finale qualifiziert haben, dürfen hier teilnehmen.
Zufriedener Bundestrainer mit drei Reitern in den Top-Ten
Das beste deutsche Ergebnis lieferten Daniel Deußer und Otello de Guldenboom ab. Der 44 Jahre alte, bei großen Championaten erfolgreiche Reiter sicherte sich Rang zwei. Für den 32 Jahre alten René Dittmer war es dagegen das Final-Debüt.
Der amtierende Europameister Richard Vogel (29) kam auf Platz neun. "Ich bin super happy mit drei Reitern in den Top Ten. Daniel Deußer hat sich den zweiten Platz hinter Kent Farrington mit sehr guten Leistungen mit Otello de Guldenboom mehr als verdient. Rene Dittmer ist überragend geritten und ist mit dem vierten Platz belohnt worden. Nur aufgrund der Zeit steht er nicht auf dem Treppchen. Und Richard Vogel hat sich durch starke Leistungen am Finaltag nach vorne in die Top Ten gebracht. Ich fahre rundum zufrieden von diesem Weltcup-Finale zurück. Es war ein sehr gutes Turnier mit sehr guten Bedingungen und einem sehr gut gebauten Parcours", sagte Bundestrainer Otto Becker laut einer Pressemitteilung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung.