TSV Altenwalde steigt auf: Emotionale Meisterfeier und neue Ziele
Die Basketballer des TSV Altenwalde haben den Aufstieg in die Landesliga perfekt gemacht. Vor heimischem Publikum feierte das Team die Meisterschaft - und setzte dabei auch ein emotionales Zeichen für einen prägenden Wegbegleiter.
Die Basketballer des TSV Altenwalde sind Meister der Regionsliga und steigen in die Landesliga auf. Vor rund 200 Zuschauern in der Franzenburger Halle machte das Team den Titel perfekt - und feierte anschließend ausgelassen mit den Fans.
Nach der Schlusssirene kannte der Jubel keine Grenzen. Spieler und Verantwortliche lagen sich in den Armen, zogen ihre Aufstiegsshirts über und genossen den Moment. Es war nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein emotionaler.
Im Mittelpunkt stand dabei Hannes Ebs. Der verletzte Spieler unterstützte seine Mannschaft von der Bank aus - und trug über seinem Meistershirt das alte Trikot seines Vaters Hartmut mit der Nummer 12. Dieser war im vergangenen Jahr kurz vor Saisonbeginn verstorben. Als langjähriger Spieler, Trainer und Abteilungsleiter hatte er den Altenwalder Basketball maßgeblich geprägt. "Wir wollten auch für ihn das Beste aus der Saison rausholen", sagte Trainer Lars Duderstadt. Das ist eindrucksvoll gelungen: Elf der 14 Saisonspiele gewann der TSV.

Der entscheidende Sieg gelang am Sonnabend gegen Schlusslicht Bremerhaven United II. Doch trotz der klaren Ausgangslage tat sich Altenwalde zunächst schwer und wirkte gehemmt. Erst gegen Ende des ersten Viertels fanden die Gastgeber besser ins Spiel und bauten ihren Vorsprung anschließend kontinuierlich aus.
Zur Halbzeit führte der TSV bereits mit 36:20, dennoch zeigte sich Duderstadt unzufrieden: "Das war die schlechteste Halbzeit der Saison." Wirklich in Gefahr geriet der Heimsieg jedoch nie. Maßgeblichen Anteil hatten einmal mehr die Leistungsträger. Allen voran Center Christian Schneider, der mit 31 Punkten kaum zu stoppen war. Spielmacher Philipp Klecha steuerte 17 Zähler bei. In der zweiten Hälfte blieb die Partie einseitig, alle Spieler erhielten Einsatzzeit.
Schon vor der Schlusssirene begann die Feier - auf der Bank und auf den Rängen. Mit dem finalen Signal brachen alle Dämme. "Ich bin super stolz auf die Jungs", sagte Duderstadt.
Nach dem Titelgewinn richtet sich der Blick bereits auf das nächste Ziel: Beim Final Four-Turnier im Pokalwettbewerb, das am 9. Mai in Altenwalde ausgetragen wird, soll das Double perfekt gemacht werden. "Das ist das Ziel", so Duderstadt. Anschließend liegt der Fokus auf der Landesliga. Der Großteil der Meistermannschaft soll zusammenbleiben, zudem laufen bereits Gespräche mit möglichen Neuzugängen.
TSV Altenwalde: Christian Schneider (31), Philipp Klecha (17), Malte Weyer (13), Tim Krug (8), Noel Ruckhaber (5), Leon Kluth (5), Kamal-Aziz Zein (2), Jason Frost (2), Leon Stenzel (2), Julian Thomas, Tibor Kovacs, Henrik Janovsky.
