Traum vom Wiederaufstieg geplatzt: Geversdorf bleibt in der Kreisliga
Der TSV Geversdorf verpasst den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den TSV Wiepenkathen. Trotz Unterstützung zahlreicher Fans beim Relegationsfinale in Oldendorf, mussten die Oste-Kicker eine deutliche Niederlage hinnehmen.
Der TSV Geversdorf hat den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga verpasst. Im Finale der Aufstiegsrelegation unterlagen die Oste-Kicker dem TSV Wiepenkathen deutlich mit 1:5 (0:2) und werden damit auch in der kommenden Saison in der Kreisliga antreten. Vor rund 300 Zuschauern an der Rudolf-Pöpke-Straße in Oldendorf erwies sich der Vertreter aus dem Landkreis Stade als die bessere Mannschaft und ließ den Geversdorfern letztlich keine Chance.
TSV Wiepenkathen - TSV Geversdorf 5:1 (2:0): Die Voraussetzungen für einen besonderen Fußballnachmittag waren gegeben. Zahlreiche Geversdorfer Anhänger hatten sich mit einem eigens organisierten Fanbus auf den Weg nach Oldendorf gemacht, um ihre Mannschaft im wichtigsten Spiel der Saison zu unterstützen. Auch der TSV Wiepenkathen konnte auf die lautstarke Unterstützung vieler eigener Fans zählen. Entsprechend lang war die Schlange am Eingang bereits eine halbe Stunde vor dem Anpfiff.

Auf dem Platz fanden die Geversdorfer jedoch nur schwer in die Partie. Die Mannschaft wirkte über weite Strecken verkrampft und schien mit der Bedeutung des Spiels zu kämpfen. Während Wiepenkathen von Beginn an befreit und selbstbewusst auftrat, fehlte den Oste-Kickern die Leichtigkeit.
In der 20. Minute ging Wiepenkathen folgerichtig in Führung. Ausgerechnet Fabian Wulff, vor dem die Geversdorfer im Vorfeld besonders gewarnt hatten, traf per Kopf zum 1:0. Der Angreifer bestätigte damit einmal mehr seine Torgefährlichkeit. Kurz vor der Pause legte Michel Junge nach und erhöhte auf 2:0 (42.). Geversdorf hatte bis dahin kaum offensive Akzente setzen können und musste mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel schien das Spiel zunächst noch einmal eine Wendung nehmen zu können. Nur vier Minuten nach Wiederbeginn setzte sich Fabian von Essen stark durch, ließ seine Gegenspieler stehen und zirkelte den Ball am Torhüter vorbei zum 2:1-Anschlusstreffer (49.). Auf den Geversdorfer Rängen keimte Hoffnung auf. Plötzlich schien die Mannschaft wieder im Spiel zu sein.
Doch die Euphorie hielt nur wenige Augenblicke an. Denn direkt im Gegenzug bekam Geversdorf nach einer Ecke den Ball nicht entscheidend geklärt. Im Strafraum entwickelte sich ein wildes Durcheinander, ehe Manuel Detje die Situation nutzte und zum 3:1 einschob (50.). Der schnelle Gegentreffer erwies sich als echter Wirkungstreffer für die Geversdorfer.

In der Folge kontrollierte Wiepenkathen die Begegnung souverän. Geversdorf fand keine Mittel mehr, um noch einmal Druck aufzubauen. Stattdessen sorgte Tom Martens in der 69. Minute mit dem 4:1 endgültig für die Vorentscheidung. Als Jannik Spreckels neun Minuten später sogar das 5:1 erzielte (78.), war die Partie längst entschieden und die ersten Zuschauer machten sich auf den Weg zum Ausgang.
Nach dem Schlusspfiff zeigte sich Geversdorfs Trainer Holger Marx als fairer Verlierer: "Wiepenkathen war uns in allen Belangen überlegen. Wir haben uns zu viel Druck gemacht und sind nicht ins Spiel gekommen." Auch sein weiteres Fazit fiel deutlich aus: "Wiepenkathen war besser und wir haben verdient verloren. Der direkte Wiederaufstieg wäre cool gewesen, aber uns fehlte die Frische. Heute sind wir enttäuscht, morgen nicht mehr."
So endete für den TSV Geversdorf die Saison mit einer deutlichen Niederlage. Die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg war den Spielern nach dem Abpfiff anzusehen. Dennoch bleibt unter dem Strich eine starke Spielzeit mit dem zweiten Platz in der Kreisliga.
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