Nach der feierlichen Enthüllung der Erinnerungstafel neben dem Eingang der großen Sporthalle in Otterndorf freuten sich Marei Gerken, Jan Gerken, Landrat Thorsten Krüger und der Otterndorfer Bürgermeister Claus Johannßen (von links) über eine gelungene Zeremonie bei Kaiserwetter. Foto: Witthohn
Nach der feierlichen Enthüllung der Erinnerungstafel neben dem Eingang der großen Sporthalle in Otterndorf freuten sich Marei Gerken, Jan Gerken, Landrat Thorsten Krüger und der Otterndorfer Bürgermeister Claus Johannßen (von links) über eine gelungene Zeremonie bei Kaiserwetter. Foto: Witthohn
Ehrung

Verneigung vor dem Lebenswerk des Otterndorfer Ehrenbürgermeisters Hermann Gerken

von Herwig V. Witthohn | 29.04.2026

Es war eine mehr als würdige Zeremonie, als die Sporthalle Otterndorf einen neuen Namen erhielt. In großen Buchstaben prangt nun der Name "Hermann-Gerken-Halle" deutlich sichtbar an der Wand.

Zahlreiche Freunde und Weggefährten hatten sich zusammen mit Familienangehörigen eingefunden, um den beeindruckenden Worten des Otterndorfer Bürgermeisters und stellvertretendem Landrat Claus Johannßen sowie dem langjährigen Freund von Hermann Gerken, Hans-Volker Feldmann, zu lauschen. Eine mehr als würdige Veranstaltung für einen Mann, der wie kein anderer die Geschicke Otterndorf über Jahrzehnte geprägt hat.

Hermann Gerkens Tochter Marei Gerken, sein Sohn Jan Gerken und Enkel Otto Landspersky, Landrat Thorsten Krüger, Erster Kreisrat Friedhelm Ottens, Dezernentin Andrea Pospich, Samtgemeindebürgermeister Frank Thielebeule und der Bürgermeister der befreundeten Stadt Penzlin, Sven Flechner, ließen es sich nicht nehmen, an dem Festakt persönlich teilzunehmen.

Claus Johannßen hielt eine beeindruckende Ansprache vor der Einweihung einer Erinnerungstafel. An seinem 95. Geburtstag werde der am 28. April 1931 in Otterndorf geborene Hermann Gerken, der am 17. Februar 2024 verstarb, geehrt. Claus Johannßen schilderte den politischen Werdegang von Hermann Gerken, verband dies aber immer auch mit kleinen Anekdoten und würdigte die Leistungen, die Gerken für seine Heimatstadt erbracht hatte. "Die Sole -Therme in Otterndorf, zahlreiche Baugebiete, die touristische Entwicklung Otterndorf sind nur einige Projekte, die ohne Hermann Gerken, seine Visionen und seinen großen Einsatz nicht realisiert worden wären." 39 Jahre lang, von 1972 bis 2011, war Hermann Gerken der Bürgermeister von Otterndorf, hervorragend vernetzt bis in die Landesregierung. Und Claus Johannßen betrachtet noch heute sehr gerne sein eigenes Einschulungsfoto - geschossen von dem Fotografenmeister Hermann Gerken.

Berührende Worte fand der langjährige Weggefährte, Stellvertreter von Hermann Gerken als Bürgermeister und enge Freund Hans-Volker Feldmann. "Eine Freundschaft ist eine lebenslange Bindung und als Hermann starb, starb ein Teil von mir mit. Hermann war der erste Mensch, den ich 1963 in Otterndorf traf, als ich mit dem Zug hier ankam. Er war ein Multitalent im Sport, 50 Jahre lang aktiver Handballer, Tischtennis-Meister, exzellenter Leichtathlet, Begründer des Germanischen Fünfkampfs, Schachspieler, wunderbarer Tänzer - Hermann hat den Sport gelebt."

Tochter Marei und Sohn Jan erinnerten sich voller Liebe an das Leben ihres Vaters und freuten sich aufrichtig, dass sein Wunsch erfüllt wurde. Denn der Otterndorfer Ehrenbürgermeister und Ehrenbürger wollte nicht, das eine Straße nach ihm benannt wird, sondern eben die Sporthalle, die er als aktives Mitglied von seinem TSV Otterndorf so liebte. "Als der damalige deutsche Handball-Spitzenklub VfL Gummersbach in Otterndorf zum Freundschaftsspiel antrat, hielt mein Vater den Bus der Mannschaft an und ich als kleiner Junge durfte zu Kurt Klühspieß, Heiner Brand und Joachim Deckarm in den Bus steigen", erinnert sich Jan Gerken. Tochter Marei freute sich über die Namensgebung der Halle. "Mein Vater wollte ja keinen Straßennamen. Er liebte den Sport und diese Halle." Der Festakt endete mit der Enthüllung des Namenszuges. 

Der Schriftzug Hermann-Gerken-Halle ist sehr gut lesbar.
Der langjährige Weggefährte von Hermann Gerken, Hans-Volker Feldmann, erinnerte in sehr persönlichen Worten an seinen Freund. Foto: Witthohn

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