Mattis Schriefer spielte gegen die SG Achim/Baden überragend und erzielt in dieser Szene eines seiner insgesamt 15 Tore. Foto: Witthohn
Mattis Schriefer spielte gegen die SG Achim/Baden überragend und erzielt in dieser Szene eines seiner insgesamt 15 Tore. Foto: Witthohn
Handball

Was für ein Ausrufezeichen des TSV Altenwalde

von Herwig V. Witthohn | 07.12.2025

In der wieder einmal viel zu kühlen Franzenburger Halle rieben sich einige Zuschauer verwundert die Augen. Was die junge Altenwalder Handball-Landesliga-Mannschaft mit dem Tabellenzweiten Achim Baden anstellte, hatte wohl kaum jemand erwartet.

TSV Altenwalde - SG Achim/Baden III 36:31 (19:12): Der abstiegsbedrohte Gastgeber lief mit einer sehr jungen Mannschaft auf, die auf Routiniers traf, die schon höherklassig agiert haben. Trainer Daniel Schnautz hatte sich vorab so einige taktische Gedanken gemacht und die sollten tatsächlich aufgehen. Der Tabellenzweite bekam nach 50 Sekunden den ersten Siebenmeter zugesprochen, die Chance ließ sich Tobias Freese jedoch entgehen. Stattdessen gingen die Altenwalder durch den bärenstarken Finn Habich mit 1:0 in Führung. Erst in der 7. Minute lag Achim/Baden erstmals in Führung. Beim Stand von 6:8 verließ Raphael Schriefer das TSV-Tor, Andreas Wittke ging zwischen die Pfosten. Trainer Daniel Schnautz griff zu dem angekündigten Mittel und beauftragte Louis Kristian Tiedemann damit, Florian Block-Osmers in Manndeckung zu nehmen, um den Ideenreichtum der Gäste bei den Angriffsaktionen zu stoppen. Was gelang. Matthis Schriefer, Timm Redlin und Louis Kristian Tiedemann zeigten sich auf Altenwalder Seite treffsicher, hielten den TSV nicht nur im Spiel, sondern sorgten für eine 14:10-Führung, die den Coach der SG Achim/Baden zu einer ersten Auszeit zwang. Schon da brandete lauter Jubel auf der TSV-Bank auf. Ein deutliches Zeichen, wie motiviert die Altenwalder diese Partie führten. Nach der Auszeit zogen die Altenwalder schnell auf 19:11 davon. Ärgerlich, dass es mit der Schlusssirene der ersten Halbzeit noch einen Siebenmeter für Achin/Baden gab, den Tobias Freese auch verwandelte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieben die Altenwalder bis zum 23:17 auf Kurs, dann schlichen sich ein paar leichte Fehler ins Spiel ein. Die routinierten Akteure der SG Achim/Baden nutzten dies sofort  aus und Tobias Freese warf sich aufseiten der SG in einen kleinen Rausch. Die Folge: Achim/Baden kam bis auf drei Tore (24:21) heran. Trainer Daniel Schnautz reagierte und nahm eine Auszeit. Die Ansprache verfehlte ihre Wirkung nicht,  die Altenwalder zogen auf 27:21 davon und konnten diesen Vorsprung in den folgenden Minuten auch halten. Am Ende der Partie stand ein deutlicher 36:31-Erfolg des TSV Altenwalde über den Tabellenzweiten. Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. 

Am kommenden Sonnabend, 13. Dezember, 18 Uhr, gastieren die TSVer beim Schlusslicht SG Findorff (0:20 Punkte). Ein erneuter Erfolg würde den Altenwaldern den direkten Anschluss an die rettenden Plätze sichern. Daniel Schnautz war von dem Auftreten seiner Mannschaft gegen Achim/Baden sehr zufrieden. "Die junge Mannschaft hat gezeigt, was mit einer konzentrierten Leistung möglich ist. Wenn wir dies in Findorff wiederholen können, sollten zwei Punkte natürlich möglich sein. Wir brauchen diese Punkte ja auch dringend."

Finn Habich traf neun Mal für den TSV Altenwalde. Und das gegen eine Abwehr, die nicht zimperlich mit den Altenwalder Angreifern umging. Foto: Witthohn

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