Zwölftes Spiel ohne Niederlage: Altenwalde schlägt auch den Meister
Der TSV Altenwalde bleibt in Bestform: Auch gegen Meister TV Schiffdorf II reißt die Serie nicht. Trotz personeller Ausfälle feiern die Gastgeber einen überzeugenden 29:24-Heimsieg und sind nun seit zwölf Spielen ungeschlagen.
TSV Altenwalde - TV Schiffdorf II 29:24 (17:15): Der Lauf geht weiter. Auch im zwölften Spiel in Folge bleiben die Handballmänner des TSV Altenwalde ungeschlagen. Auch der Tabellenführer und designierte Meister der Handball-Landesliga, TV Schiffdorf II, schaffte es nicht, diese Serie reißen zu lassen - trotz des Umstandes, dass bei den Altenwaldern die beiden besten Torschützen fehlten. "Einfach geil", sagte TSV-Trainer Daniel Schnautz direkt nach der Schlusssirene in der Franzenburger Halle. "Genau so habe ich mir das vorgestellt. Nun wollen wir die Serie auch bis zum Saisonende durchziehen", ergänzte er mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Drei Spiele muss er mit seiner Mannschaft noch absolvieren. Doch ganz so weit wollte er dann doch noch nicht blicken. Zusammen mit seinen Spielern genoss er den Moment des Triumphes sichtlich in der Halle.
17-Jähriger übernimmt Verantwortung
Fast 200 Zuschauer sahen einen ganz starken Auftritt des TSV - trotz der Ausfälle der beiden besten Werfer, Finn Habich und Matthis Schriefer. Dafür sprangen andere in die Bresche und übernahmen Verantwortung. Einer davon war der erst 17-jährige Louis Tiedemann, der die Rolle von Habich in der Mitte übernahm. "Das war auch für mich ungewohnt. Doch es hat ganz gut geklappt", sagte er nach dem Spiel grinsend. Acht Tore erzielte er und war damit bester Werfer des Spiels. Der zweite überragende Akteur im Angriff war der 20 Jahre ältere Marc Multhauf, der schon reichlich Erfahrungen in höheren Klassen gesammelt hat. Neben seinen sieben Toren bereitete er viele Treffer seiner Nebenleute mit einigen raffinierten Anspielen vor. Das Prunkstück an diesem Tag war aber einmal mehr die Abwehr des TSV, in der die beiden besten Werfer auch eine entscheidende Rolle spielten. Tiedemann kümmerte sich in Manndeckung um Jannik Göbel, den Topwerfer der ersten Mannschaft in der Oberliga. Multhauf verteidigte robust im Mittelblock. "Die Abwehr hat den Ausschlag gegeben", sagte Schnautz. Die Altenwalde schafften es, dass die beste Offensivmannschaft der Liga in der zweiten Hälfte nur neun Tore warf.

Ab der ersten Minute war es ein intensives Spiel. Den Altenwaldern merkte man an, dass sie dem heimischen Publikum etwas bieten wollten gegen den Spitzenreiter. Das klappte. Schon in der ersten Hälfte setzten sich die Altenwalder ab, führten fünf Minuten vor der Halbzeit mit 15:10, hatten sogar die Chance, auf sechs Tore davonzuziehen, verpassten diese aber. Im Stile einer Spitzenmannschaft kamen die Gäste dann aber zurück. Zur Pause führte der TSV nur noch mit 17:15. Und direkt nach dem Wiederanpfiff glich Schiffdorf schnell aus (18:18 nach 34 Minuten), um dann wenig später erstmals in dieser Partie in Führung zu gehen (18:19). Nun ging es hin und her. Nach 48 Minuten stand es 23:23, dann war das Altenwalder Tor, das in der zweiten Hälfte von Raphael Schriefer gehütet wurde, wie vernagelt. Der TSV warf vier Tore in Folge und setzte sich vorentscheidend ab (27:23 in der 54. Minute). Schiffdorf probierte alles, doch die Altenwalder blieben cool und feierten am Ende einen viel umjubelten 29:24-Heimerfolg. Nächste Woche folgt das nächste Heimspiel gegen Oldenburg. Dann könnte die Serie ausgebaut werden. Schnautz würde es freuen. "So kann es gerne weitergehen", sagte der TSV-Trainer abschließend.