Sie schwingen gemeinsam die Werkzeuge für den Bauwagen im Schulgarten: links Corinna Ostheim, Gesellin der Firma Peycke, 2. von rechts Lehrer Martin Kliebe. Foto: Reese-Winne
Sie schwingen gemeinsam die Werkzeuge für den Bauwagen im Schulgarten: links Corinna Ostheim, Gesellin der Firma Peycke, 2. von rechts Lehrer Martin Kliebe. Foto: Reese-Winne
Bildung

Cuxhavener Gymnasium will mit ins Rennen um die Hauptpreise im Handwerks-Wettbewerb

von Maren Reese-Winne | 26.03.2026

18 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 bis 10 des Amandus-Abendroth-Gymnasiums arbeiten gemeinsam an einem Projekt - und sie müssen sich ranhalten: Bis zum 15. April müssen sie ihren Bauwagen für den Schulgarten fertiggestellt haben.

Das Cuxhavener Gymnasium ist eine von bundesweit 200 Schulen, die für einen Handwerkswettbewerb der Firma Würth ausgesucht wurden und so die Gelegenheit bekommen, ein Traum-Projekt umzusetzen, und das auch noch mit einer Förderung von 1000 Euro, einem Set an Handwerksmaterialien und viel praktischer Unterstützung. "Mach was - der Handwerkswettbewerb für Schulteams" lautet der Name des Projekts.

Lust auf Handarbeit und neue Fertigkeiten

Die Idee war auch schon da, denn das rund 4000 Quadratmeter große Schulgrundstück neben dem Wasserwerk in der Drangst ruft förmlich nach einem festen Unterschlupf. Dafür wird nun ein ausgedienter Bauwagen hergerichtet. Lehrer Martin Kliebe hatte keine Schwierigkeiten, ein Projektteam zusammenzurufen. So weit die beteiligten  Altersgruppen auch voneinander entfernt sind: Alle hatten Lust auf ein Projekt mit viel Handarbeit, neuen Erfahrungen und Fertigkeiten.

Unternehmen ließen sich nicht zweimal bitten

Dazu kam die finanzielle und praktische Hilfsbereitschaft vieler Cuxhavener Unternehmen wie der Malerei und Glaserei Peycke, die nicht nur ihre Gesellin Corina Ostheim abstellte, sondern auch Farben beisteuerte, des Autohauses Bütje GmbH, das Platz zum Streichen anbot und in dessen Halle der Wagen trocknen durfte, der Alwistra e.V., der Elektrobau Wilhelm Grebe GmbH, der EWE mit dem Wasserwerk Cuxhaven und der Tischlerei Reiner Wehmeyer aus Dorum. Sie unterstützen das Projekt auf vielfältige Weise und geben dabei Einblicke in die in ihren Unternehmen vertretenen Berufe.   

Dass in einen Bauwagen überhaupt 54 Balken passen, ist kaum vorstellbar, doch Realität. In Gemeinschaftsarbeit wurden sie auf dem Schulgelände gestrichen. Foto: Kliebe

Wie der Bauwagen einmal aussehen soll, vor allem auch innen, entschieden die Jugendlichen. Entwürfe wurden auf Karo-Papier gezeichnet. Blickfang sollen die regenbogenfarbige Decke und das AAG-Logo als Neonlicht werden. Angesichts der Größe des Anhängers ist kaum vorstellbar, dass dort 54 Balken überhaupt Platz finden sollen, aber genau so ist es geplant. Die Balken strichen die Jugendlichen auf dem Schulgelände im Freien. 

Die Top 50 kommen ins Online-Voting

"Alle Arbeitsschritte müssen genau dokumentiert werden", erklärt Martin Kliebe. Klar, denn da sind ja auch noch der Wettbewerb und die Hoffnung auf einen der Hauptpreise. Dafür muss alles pünktlich eingereicht werden, denn zunächst gilt es, es in eine Top-50-Liste zu schaffen. Die zehn Projekte mit den meisten Stimmen werden dann einer Fachjury vorgelegt, die drei Gewinnerteams auswählt. Zusätzlich werden zwei Sonderpreise vergeben.

Wenn im Juni die Preise verliehen werden, sollte der Bauwagen die kurze Reise von der Freifläche des Autohauses Bütje in den Schulgarten gleich gegenüber längst überstanden haben. 

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Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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