Frühlingsfest im Lehfeld zeigt Cuxhavens Wandel und bringt Menschen zusammen
Sonnenschein, Musik und viele Mitmachaktionen: Beim Frühlingsfest im Lehfeld feierten zahlreiche Besucher Gemeinschaft und den Wandel des Stadtteils. Das Fest zeigte, wie stark das frühere Arbeiterviertel inzwischen zusammengewachsen ist. Mit Fotos.
"Ich seh die besten Tage vor mir. Das Beste, was wir haben, sind wir. Es fühlt sich verdammt gut an, was da passiert. Gib mir mehr davon." Ganz wie das Lied von Lotte zu Beginn des Frühlingsfestes im Lehfeld verkündete, gestaltete sich der Nachmittag auf dem Lappeplatz, auf dem sich zahlreiche Besucher eingefunden hatten.
Das Frühlingsfest zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und gemeinschaftlich sich das frühere Arbeiterviertel entwickelt hat. Bei strahlendem Sonnenschein wurde gespielt, gesungen, geschlemmt und geschnackt.

Rückblick auf die Anfänge
Zahlreiche Ehrenamtliche und soziale Einrichtungen hatten ein buntes Programm vorbereitet, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeisterte. Anlass der Veranstaltung war zugleich der Tag der Städtebauförderung. Gerade im Lehfeld hat dieser eine besondere Bedeutung.

Das Viertel war lange von strukturellen Problemen geprägt und wurde deshalb in das Förderprogramm "Soziale Stadt" aufgenommen.
Oberbürgermeister Uwe Santjer erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass es vor 2013 im Lehfeld keinen zentralen Treffpunkt gegeben habe. Inzwischen seien 458 Wohnungen modernisiert und 63 neue geplant worden. Rund zehn Millionen Euro seien in die Entwicklung des Stadtteils geflossen. Besonders wichtig sei jedoch nicht nur die bauliche Veränderung, sondern das soziale Miteinander. Orte wie die Kita oder das Familienzentrum hätten dazu beigetragen, dass Menschen zusammenfinden. Santjer bezeichnete das Lehfeld als Spiegel der Stadt: "Alle sind willkommen. Zusammen geht es besser."
Auch Diplom-Pädagogin Jutta Auga, die für den Verein "Ritzebüttel aktiv" sowie die "Siedlung" tätig ist, hob die Bedeutung der Sozialen Arbeit hervor. Gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen begleitet sie Menschen im Lehfeld und unterstützt unterschiedliche Projekte. Beim Frühlingsfest arbeiteten zahlreiche Einrichtungen eng zusammen, darunter das Haus der Jugend, die Stadt Cuxhaven, die Caritas, der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Kitas Lummerland und Ritzebüttel sowie die Tiertafel.

Musik, Begegnungen und Mitmachaktionen
Rund um den Lappeplatz herrschte reges Treiben. Am Bratwurstgrill standen die Besucher ebenso Schlange wie am Kuchenbuffet. Die 92-jährige Gisela Risse genoss das Fest besonders. Die ehemalige Tänzerin war einst mit einem Varieté-Theater um die halbe Welt gereist und lebt heute direkt am Lappeplatz. Früher habe sie regelmäßig beim gemeinsamen Kochen geholfen und Kartoffeln geschält, erzählte sie schmunzelnd.


An vielen Ständen gab es kreative Mitmachaktionen. Die Stadt hatte eine große Karte des Lehfelds vorbereitet, auf der Besucher ihren Lieblingsort markieren konnten. Daneben duftete frisches Popcorn vom Haus der Jugend. Kinder wurden geschminkt, bastelten Traumfänger oder bemalten Blumentöpfe, in die anschließend Blumensamen gesetzt wurden. Auch Schatzsuchen im Sand und Luftballonaktionen sorgten für Begeisterung.
Beim Jugendmigrationsdienst des Paritätischen wurde gemalt und geklebt. Unterstützt wurde das Team von Jugendlichen, die sich ebenfalls engagierten.
Am Ende waren sich alle einig: Das Frühlingsfest war nicht nur ein gelungenes Stadtteilfest, sondern auch ein Zeichen dafür, wie wichtig Gemeinschaft, Begegnung und ehrenamtliches Engagement für das Leben im Lehfeld geworden sind.
Von Heidi Giesecke

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