Beifahrerin im Auto eingeklemmt: Weitere Details zum tödlichen Unfall in Cuxhaven
Bei einem schweren Unfall in Cuxhaven ist am Mittwochabend eine 39-jährige Frau ums Leben gekommen. Zwei Autos waren auf der Papenstraße zusammengestoßen. Details zu Ermittlungen, dem Einsatz der Rettungskräfte und der Situation an der Unfallstelle.
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Papenstraße in Cuxhaven ist am Mittwochabend (2. September 2026) eine 39-jährige Frau ums Leben gekommen. Zwei Autos waren gegen 20.15 Uhr zusammengestoßen. Die Frau war als Beifahrerin in einem Audi unterwegs und wurde bei dem Unfall im Fahrzeug eingeklemmt.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war ein 21-jähriger Cuxhavener mit seinem Audi auf der Papenstraße in Richtung Autobahn 27 unterwegs. Er wollte nach links in den Tamms Weg abbiegen und übersah dabei aus bislang unbekannten Gründen einen entgegenkommenden Porsche, heißt es. Dessen 19-jähriger Fahrer, ebenfalls aus Cuxhaven, war in Richtung Innenstadt unterwegs.

Nach Unfall in Cuxhaven: Feuerwehr muss Frau aus Audi befreien
Es kam zu einem heftigen Zusammenstoß. Die 39-jährige Beifahrerin des Audi wurde dabei schwerstverletzt und musste nach Informationen von cnv-medien.de von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Trotz der Rettungsmaßnahmen erlag sie noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Der 21-jährige Audi-Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Der 19-jährige Porsche-Fahrer wurde leicht verletzt.

Für die Rettungsarbeiten waren zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr Groden rückte mit 16 Kräften aus. Die Berufsfeuerwehr Cuxhaven war mit neun Einsatzkräften von der Rettungswache sowie zwei Rettungswagen und insgesamt vier weiteren Rettungskräften vor Ort. Hinzu kam ein Rettungswagen des Cuxland-Rettungsdienstes.
Auch der Rettungshubschrauber "Christoph Hansa" aus Hamburg wurde angefordert und landete in Cuxhaven. Gemeldet worden war zunächst eine schwerverletzte Person. Weil die 39-Jährige noch an der Unfallstelle verstarb, wurde sie jedoch nicht mit dem Hubschrauber transportiert.

Die Feuerwehr übernahm die Absicherung der Unfallstelle und die Personenrettung. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand der 19-jährige Porsche-Fahrer bereits neben seinem Wagen und wurde betreut. Die Feuerwehr empfahl ihm, zur Untersuchung ins Krankenhaus zu fahren. Dieser Empfehlung folgte er.
Deutlich aufwendiger war nach CN/NEZ-Informationen die Rettung der 39-jährigen Audi-Beifahrerin. Sie war im Fahrzeug eingeklemmt. Um sie zu befreien, setzten die Feuerwehrleute Schere, Spreizer und verschiedene hydraulische Stempel ein. Auch der Audi-Fahrer musste aus dem Fahrzeug befreit werden, was laut Einsatzleiter Andre Domingues Stehrenberg jedoch weniger aufwendig war.
Zeugen beobachten tödlichen Unfall in Cuxhaven
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Nach Angaben von Stephan Hertz, Pressesprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven, gibt es Zeugen des Unfalls. Dabei handelt es sich um Verkehrsteilnehmer, die zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes auf der Papenstraße unterwegs waren. Ihre Aussagen wurden aufgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Stade hat zudem einen Gutachter mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt. Dabei sollen unter anderem die gefahrenen Geschwindigkeiten beider Fahrzeuge untersucht werden. Die beiden Autos wurden zunächst sichergestellt. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, kann die Polizei bislang noch nicht beziffern.
Die Papenstraße, eine der Hauptverkehrsadern Cuxhavens, war nach dem Unfall bis in die frühen Morgenstunden gesperrt. Nach Angaben von Hertz wurde die Straße gegen 4.30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.
Angehörige kommen zur Unfallstelle auf der Papenstraße
Im Laufe des Abends kamen rund 50 Angehörige der beiden Unfallbeteiligten zur Unfallstelle. Später erschienen Angehörige auch am Krankenhaus. Die Polizei war deshalb mit verstärkten Kräften im Einsatz - allerdings aus rein präventiven Gründen.

Von Tumulten oder anderen Zwischenfällen könne keine Rede sein, betont Hertz gegenüber CNV-Medien. Die Angehörigen seien aufgebracht, traurig und emotional gewesen, hätten die Arbeit der Einsatzkräfte aber "in keinster Weise" behindert. Auch im Krankenhaus habe es keine Vorfälle gegeben.
Diese Einschätzung teilt Andre Domingues Stehrenberg. "Es kamen sehr viele Menschen, aber da gab es keine Tumulte oder Ähnliches, im Gegenteil", bestätigt der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Cuxhaven. Er selbst habe mit Angehörigen gesprochen. "Ich kann nicht sagen, dass es irgendwelche Schwierigkeiten gab."
Hertz erklärt das Erscheinen der Angehörigen an der Unfallstelle und im Krankenhaus mit der Trauerbewältigung. Ob die 39-jährige Beifahrerin und der 21-jährige Audi-Fahrer miteinander verwandt waren, will die Polizei aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht mitteilen. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Unfalls dauern an.
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