Crewmitglieder stehen an Bord des schwimmenden LNG-Terminals am Kai des Industriehafens Brunsbüttel. Foto: Marcus Brandt/dpa
Crewmitglieder stehen an Bord des schwimmenden LNG-Terminals am Kai des Industriehafens Brunsbüttel. Foto: Marcus Brandt/dpa
Schiff braucht sicheren Hafen

Cuxhaven: Schwimmendes LNG-Terminal "Hoegh Gannet" wird am Steubenhöft erwartet

von Kai Koppe | 03.02.2023

Die "Hoegh Gannet", ein schwimmendes LNG-Terminal, wird in der Nacht von Freitag auf Sonnabend am Cuxhavener Steubenhöft erwartet. Aufgrund der Wetterverhältnisse in der Deutschen Bucht braucht das Schiff einen sicheren Hafen.

In maritimen Kreisen verbreitete sich die Nachricht schon Stunden vor Ankunft des Schiffes: Die "Hoegh Gannet", ein knapp 300 Meter langes LNG-Tankschiff, solle in der Nacht von Freitag auf Sonnabend in Cuxhaven festmachen. Das aktuell gut zur Hälfte mit Flüssiggas beladene Schiff befand sich am Freitagnachmittag bei schwerem Seegang rund sieben Seemeilen südwestlich der Insel Helgoland. Berichten zufolge lag das Fahrzeug zwischenzeitlich schief in der Brandung, weswegen es unabdingbar schien, einen Hafen zu finden.

Herzstück des Brunsbütteler LNG-Terminals

Einen festen Platz soll die "Hoegh Gannet" eigentlich in Brunsbüttel bekommen, als Herzstück eines derzeit noch im Bau befindlichen schwimmenden LNG-Terminals. Als solches war das Schiff bereits vor gut zwei Wochen auf der anderen Elbseite begrüßt worden - im Beisein von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90), der das von grüner Seite als Interimslösung betrachtete Flüssiggas-Importterminal als Beitrag zur Energiesicherheit gewürdigt hatte. Weil Arbeiten an der Infrastruktur  noch nicht abgeschlossen sind, musste die "Hoegh Gannet" nach dem Empfang in Brunsbüttel noch einmal ablegen und dümpelte seit mehreren Tagen auf der bezeichneten Position zwischen der Hochsee-Eiland und der südlich gelegenen Insel Wangerooge.

Zwangsaufenthalt am Steubenhöft

Dem Vernehmen nach war bereits am Donnerstag versucht worden, den Tanker in küstennahes Gewässer zu holen und an der Wilhelmshavener Pier zu vertäuen. Diese Bemühungen scheiterten offenbar daran, dass die für ein Anlegemanöver obligatorischen Schlepper aufgrund der durch die Wetterlage bedingten Nachfrage nicht zu bekommen waren. Das soll sich tags darauf geändert haben, wobei bereits abzusehen war, dass die "Hoegh Gannet" nicht am Freitag, sondern erst in den frühen Morgenstunden  des Sonnabends Cuxhaven erreichen würde. Insider nannten eine Einlaufzeit von circa 3 Uhr; voraussichtlich, so hieß es weiter, werde das Schiff am Steubenhöft festmachen. 

Die Ankunft eines derartigen Fahrzeuges stellt eine Premiere im örtlichen Hafen dar. Wie lange die "Hoegh Gannet" in Cuxhaven verweilen wird, ist noch nicht ausgemacht. Aufgrund der Wetterverhältnisse könnte es bis Mitte kommender Woche dauern, bis das Fahrzeug  wieder die Leinen löst. 

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Kai Koppe

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