Im Rausch der Blüten: So vielfältig und bunt war der Blumenmarkt in Cuxhaven
Dicke Wolken und ein frischer Wind - klar, das Wetter hätte etwas besser sein können. Dennoch brummte es am Sonntag in der Cuxhavener Innenstadt. Der Blumenmarkt wurde zu einem wahren Frühlingsfest für alle Sinne.
Rosen und Stiefmütterchen in allen Farben, knackig grüne Kräuter, Stauden und Sträucher mit zartrosa oder weißen Blüten in Hülle und Fülle - für Menschen mit dem sprichwörtlichen "grünen Daumen" war der von der Werbegemeinschaft City Cuxhaven veranstaltete Blumenmarkt im Cuxhavener Zentrum ein Muss. Und auch wer nicht so viel gärtnerisches Feingefühl oder Interesse hatte, konnte auf dem Kaemmererplatz und in der Nordersteinstraße fündig werden. Zum Beispiel am Stand der Firma Rinckhoff: Zwischen Aufsitzmäher und Akku-Rasenlüfter schlugen viele Männerherzen höher. Dazu gesellten sich Handwerkskunst und Deko-Accessoires. So hatte Maik Pigorsch aus der Wingst Zinkwannen, Eimer und alte Gieß- und Milchkannen aus Metall mitgebracht.

Die Stadt war so voll wie schon lange nicht mehr. Tausende Menschen schoben sich durch die Fußgängerzone, bepackt mit Tüten voll Blumen-, Kräuter- und Gemüsetöpfchen. Viele ließen sich treiben, andere wiederum kamen ganz gezielt. So wie Agnes Meyerhoff aus Midlum, die Storchschnabel, Gerbera und französischen Estragon in ihre mitgebrachte Transportkarre packte. "Damit werde ich meinen Garten verschönern", sagte die Rentnerin.
Die Händler gaben bereitwillig Auskunft und Tipps
An zahlreichen Ständen war der Duft der Pflanzen und der Blumen zu riechen und zu sehen. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um Antworten auf Fragen zur Pflanzung und zur Pflege ihrer Pflanzen zu erhalten. Die Händler gaben bereitwillig Auskunft und Tipps. Neben aus den Vorjahren bekannten Ständen waren auch einige Neulinge, etwa das kürzlich in Cuxhaven neu angesiedelte Gartencenter Weingärtner, mit Ständen vertreten. Der Blumenmarkt, so war zu sehen, diente aber nicht nur dem Einkauf. Viele Besucher trafen sich auch zum Klönschnack und Meinungsaustausch. Beliebtes Thema waren die Erfolge, aber auch die Misserfolge der vergangenen Gartensaison.

Der verkaufsoffene Sonntag mit vielen Shoppingmöglichkeiten trug zur Attraktivität dieses Tages in der Innenstadt bei. Auch für kulinarische Genüsse war bestens gesorgt: Bratwurst, Flammkuchen oder Kuchenangebote lockten die Besucher zum Verweilen. Märchenhafte Feen, darunter eine vier Meter große, hexenhafte Elfe, und die Hamburger Band "Elastic Soap Jazz" brachten Abwechslung in den Marktbummel. Allerdings hatten Feen wie auch Floristen am Vormittag mit dem heftigen Wind zu kämpfen.

Auch eine ganze Reihe von Info-Ständen und Kinderangebote waren in der Stadt aufgebaut: Der Naturschutzbund Nabu war genauso vertreten wie der Knax-Club der Stadtsparkasse.
Der Organisator des Blumenmarktes, Günter Wichert, zog nach der Veranstaltung eine positive Bilanz. "Ich bin sehr glücklich, es ist alles super gelaufen", sagte Wichert. Für das kommende Jahr kündigte er eine neue Attraktion an: Der "Blumen-Marktschreier" und "holländische Blumenkönig" Roberto Saarloos, bekannt vom Hamburger Fischmarkt, hat sein Kommen für 2026 angekündigt.

