Lehramts-Anwärterinnen waren sicher: Zurück nach Cuxhaven - und nirgendwohin sonst
Christin Pichtsmeyer und Annika Böhme haben in Oldenburg und in Osnabrück studiert. Für die praktische Lehrerausbildung zog es sie zurück in die Heimat.
Sie sind vor Ort aufgewachsen, haben ihr Abitur an zwei Gymnasien in der Schulstraße gemacht und kehren nun - nach einem Lehramtsstudium im Binnenland - in ihre Heimatstadt zurück. Christin Pichtsmeyer und Annika Böhme haben sich ganz bewusst dafür entschieden, ihr Referendariat in Cuxhaven zu absolvieren.
Junglehrer, die sich um einen Studienseminar-Platz bewerben, dürfen in Niedersachsen zwei oder drei Wunschorte nennen. "Wir haben beide nur einen Standort angegeben", verrät Christin Pichtsmeyer. "Und es hat geklappt!" Während der kommenden 18 Monate werden die beiden Cuxhavenerinnen, die sich schon seit ihrer gemeinsamen Oberstufenzeit am Lichtenberg- und Amandus-Abendroth-Gymnasium kennen, nur ein paar hundert Meter vom Schulzentrum entfernt die Seminarbank drücken. Dabei werden sie das fachspezifische Rüstzeug für künftige Deutschstunden in der Primarstufe bekommen, sie werden gecoacht werden und sich über ihr Lehrdebüt austauschen.
Aufgeregt? "Wir wissen noch gar nicht ganz genau, was passieren wird", antwortet Annika Böhme auf die Frage nach den Herausforderungen der kommenden Woche: Am Donnerstag beginnt in Niedersachsen wieder der Unterricht - und für Böhme und Pichtsmeyer ein Lebensabschnitt, ab dessen Beginn sie den Schulalltag aus der entgegengesetzten Warte erleben werden. Bevor sie an Unterrichtstag eins ins Seminar zurückkehren, werden die "Neuzugänge" - so viel immerhin steht fest - zweimal 45 Minuten an ihrer künftigen Wirkungsstätte verbringen. Bei Christin Pichtsmeyer, die nicht nur Deutsch, sondern auch Sachkunde unterrichtet, ist das die Grundschule Otterndorf. Annika Böhme (Zweitfach Sport) wird sich an der ihr wohlbekannten Grundschule Sahlenburg vorstellen. Letzteres ist ein Zufall - und anders als die Wahl des Studienseminarstandorts nicht zu beeinflussen gewesen.
Aber was hat die beiden jungen Frauen eigentlich zu einer Rückkehr in heimische Gefilde bewogen? Es sei ihnen um die Nähe zum Meer gegangen, kommt es zurück. "Und um die Stadt als solches": Einerseits habe man Familie hier. Andererseits sei Cuxhaven eben nicht so groß, "dass es anstrengend wird". Anders als im großstädtisch geprägten Osnabrück oder im quirligen Oldenburg - Studienorte der beiden - gebe es lokal nicht nur genügend Platz zum Durchatmen. Sondern auch die Grimmershörnbucht. Schwimmen gehen, das wollen Christin Pichtsmeyer und Annika Böhme nämlich. Sobald die Studienseminartür am Nachmittag hinter ihnen ins Schloss fällt.
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