Übergabe des Schülerpreises (v.l.): Alexandra Kuck (BBS), Martin Schnäckel (BBS), Luca Hörstensmeier, Noah Steinhof, Wolfgang Deutschmann (AAG), Karin Lüdke (GGH-Stiftung), Martin Rehermann (LiG), Evrykleia Douska, Lasse Schnieders. Foto: Werder
Übergabe des Schülerpreises (v.l.): Alexandra Kuck (BBS), Martin Schnäckel (BBS), Luca Hörstensmeier, Noah Steinhof, Wolfgang Deutschmann (AAG), Karin Lüdke (GGH-Stiftung), Martin Rehermann (LiG), Evrykleia Douska, Lasse Schnieders. Foto: Werder
Mint-Fächer im Fokus

Nach 25 Jahren ist Schluss: GGH-Preis wurde zum letzten Mal in Cuxhaven verliehen

von Märthe Werder | 11.06.2026

Am Amandus-Abendroth-Gymnasium wurden vier Schülerinnen und Schüler mit einem Preis der GGH-Stiftung ausgezeichnet. Die Stiftung verlieh die Auszeichnung für besondere Leistungen in den Naturwissenschaften zum 25. und letzten Mal. 

Im Amandus-Abendroth-Gymnasium fand am Dienstag (9. Juni 2026) die 25. Preisverleihung der GGH-Stiftung (Gustav Gottfried Hebold) statt. Vier Schülerinnen und Schüler vom Amandus-Abendroth-Gymnasium (AAG), Lichtenberg-Gymnasium (LiG) und den Berufsbildenden Schulen (BBS) durften sich über die Auszeichnung freuen.

Karin Lüdke, Vorsitzende der Stiftung, begrüßte die Anwesenden zur Feierstunde. "Es ist immer ein Tag der schönen Erinnerung an meinen Vater", sagte die Vorsitzende. 2002 gründeten sie gemeinsam die Stiftung, welche Schülerinnen und Schüler für naturwissenschaftliche Leistungen auszeichnet. "Wir wollten einen Anreiz schaffen, dass sie sich weiter mit den Naturwissenschaften befassen." Jedes Jahr werden drei Facharbeiten mit jeweils 300 Euro prämiert. "Leider gibt es die Arbeiten nur noch als PDF. Ich fand es gebunden immer schön, zum darin herumblättern", erzählte Lüdke.

Solarbetriebenes Fahrzeug entstanden

Lasse Schnieders Arbeit trägt den Titel "Klimaschutz oder Wirtschaftswachstum? Partnerschaft oder Paradox". Er befasste sich am AAG mit dem globalen Klimawandel aus volkswirtschaftlicher und politisch-philosophischer Sicht. Was er später machen möchte, weiß er noch nicht genau. "Vermutlich etwas im Mint-Bereich, aber ich habe mich noch nicht genau entschieden." "Algen im Klimawandel - eine unterschätzte Bedrohung für marine Ökosysteme" war das Thema von Evrykleia Douska vom LiG. "Ich habe Bio und Chemie als Leistungskurse", sagte die Schülerin. Zudem interessiere sie sich bereits seit sie jünger ist für Meeresbiologie. Ihr Plan für die Zukunft: "Ich möchte Medizin studieren und in die Kinderonkologie."

Ein gemeinsames Projekt ist an der BBS entstanden. Noah Steinhof und Luca Hörstensmeier bauten ein eigenes Fahrzeug, das mit Hilfe einer App ferngesteuert wird. Ihr Thema lautete: "Entwicklung eines solarbetriebenen, selbstfahrenden Fahrzeugs mit Arduino-Mikrocontroller". Das Modell hat viele Kabel und die Optik sei nicht ideal: "Es soll ein Prototyp sein", erklärte Noah Steinhof. Er möchte etwas mit Technik studieren, Luca Hörstensmeier Maschinenbau oder Bauingenieurwesen. Die Schüler waren in Begleitung zweier Schüler aus Frankreich, die über Erasmus Plus zu Besuch waren. In Zukunft soll nach Möglichkeit ein grenzübergreifendes Projekt entstehen, schilderte Marko Schaffer von der BBS.

118 Schülerinnen und Schüler in 25 Jahren geehrt

"Gehen Sie an alle Herausforderungen im Leben heran, als wollten Sie es besonders gut machen", riet Karin Lüdke den Preisträgern. Die 25. Preisverleihung durch die GGH-Stiftung war zudem die letzte. "Gut Ding will nicht nur Weile haben, sondern auch enden", sagte die Vorsitzende. Damals wurden 15.000 Euro angelegt, die Stiftung habe inzwischen bereits 21.900 Euro ausgezahlt. Dies war nur durch Zinsen möglich. Der Restbetrag werde gleichermaßen unter den drei Schulen zur Verwendung in den Mint-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) aufgeteilt, schilderte Lüdke. "Es hat mir all die Jahre sehr viel Freude bereitet." Die Vorsitzende sei dankbar für die vielen Begegnungen mit den jungen engagierten Leuten - 118 Schülerinnen und Schüler an der Zahl.

Das selbstfahrende Auto haben Noah Steinhof und Luca Hörstensmeier gebaut. Rechts daneben das Auto, welches als Modell diente. Foto: Werder

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Märthe Werder

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