Nur noch Masten zu sehen: Kutter sinkt im Alten Fischereihafen in Cuxhaven
Im Alten Fischereihafen in Cuxhaven ist am Mittwochmorgen der Fischkutter "Seehund" gesunken. Nur noch die Masten ragen aus dem Wasser. Die Berufsfeuerwehr war im Einsatz.
Die Berufsfeuerwehr der Stadt Cuxhaven wurde gegen 8.50 Uhr alarmiert und in den Hafen gerufen. Mit ihrem eigenen Rettungsboot konnten sich die Kräfte dem Havaristen nähern. Das Hauptaugenmerk lag darauf, einen Umweltschaden durch austretendes Öl oder andere Schadstoffe zu vermeiden.
Ölschlängel als Schutz um das Boot gelegt
Die Feuerwehrleute verlegten Ölschlängel rund um das 16 Meter lange und fünf Meter breite Schiff. Die mit einem Spezialvlies gefüllten Schläuche nehmen die Betriebsstoffe auf und müssen gewechselt werden, sobald die höchste Aufnahmekapazität erreicht ist.
Sanierte Kaimauer scheint mehr Blicke auf sich zu ziehen
Gegen 10.15 Uhr rückten die Feuerwehrleute wieder ein und überließen N-POrts als zuständiger Behörde die weitere Regie. Gegen Mittag erinnerte im friedlich daliegenden Alten Fischereihafen fast nichts an den Vorfall.

Uneingeweihten fiel kaum auf, dass neben dem Kutter "Maria" noch am Vortag ein zweiter Kutter gelegen hatte. Erst auf den zweiten Blick fielen die einsam emporragenden Masten auf. Spaziergänge hatten offenbar mehr Augen für die frisch sanierte Kaimauer mit der innovativen Energiespundwand.

Seit über vier Jahren nicht mehr bewegt
Die "Seehund" ist einer von mehreren seit Jahren im Fischereihafen dahindümpelnden ziemlich maroden Kuttern. Den Daten im Schiffstracker-Portal "Vesseltracker" ist zu entnehmen, dass das Schiff seit dem 28. September 2021 nicht mehr bewegt worden ist. Laut N-Ports ist der Eigner für die Bergung zuständig.
