Vergabe zweier Buslinien im Bereich Altenwalde: Der "Neue" bot den besseren Takt
Die Linien 1020 und 1021 werden seit 1. August von einem neuen Busunternehmen betrieben. Warum sich das dahinter stehenden Konsortium gegen den Vor-Betreiber KVG durchsetzte.
Auf Anfrage unserer Redaktion hat sich die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) zur Vergabe zweier Linien im Stadtbusverkehr geäußert. Wie berichtet, geht es um die Verbindungen mit den Nummern 1020 und 1021, die eine Beförderung von und in Richtung Oxstedt beziehungsweise Nordholz sicherstellen. Bis zum 31. Juli wurden besagte Strecken von der KVG Stade betrieben. Inzwischen verkehren auf den Strecken Fahrzeuge der Beverstedter Firma Buspunkt. Buspunkt gehört zu einer aus mehreren regionalen Unternehmen bestehenden Arbeitsgemeinschaft, die das Vergabeverfahren für sich entscheiden konnte.
Besagte Arbeitsgemeinschaft wird fortan nicht nur Dienstleister, sondern auch Ansprechpartner für alle die Linien 1020 und 1021 betreffenden Belange sein.
Zwei Verkehrsanbieter im Rennen um den Zuschlag
Wie eine LNVG-Sprecherin bestätigte, werden die Verbindungen vom neuen Konzessionsnehmer eigenwirtschaftlich (also frei von Fördermitteln) unterhalten. Letzteres war die Voraussetzung, um sich bei der Landesnahverkehrsgesellschaft als potenzieller Linienbetreiber ins Gespräch zu bringen. "Die Landesnahverkehrsgesellschaft ist für die genannten Buslinien als Genehmigungsbehörde nach dem Personenbeförderungsgesetz zuständig", sagte die Sprecherin zur Erläuterung des Verfahrens. Für das sogenannte "Linienbündel 2" hatten nach ihren Worten zwei konkurrierende Genehmigungsanträge vorgelegen. "Einer der Antragsteller war die ARGE, an der unter anderem die Buspunkt GmbH beteiligt ist."
Laut LNVG gab es keinerlei Versagungsgründe, die einem der beiden Konkurrenz-Anträge entgegengestanden hätten. "Da sich die Anträge im Wesentlichen auf dieselbe Verkehrsleistung beziehen, hatte die Genehmigungsbehörde eine Auswahlentscheidung zu treffen. Maßgeblich ist dabei, welcher Antrag die beste Verkehrsbedienung bietet. Hierbei werden auch die Vorgaben des Nahverkehrsplans des zuständigen Nahverkehrs-Aufgabenträgers, hier des Landkreises Cuxhaven, berücksichtigt", führte die LNVG-Sprecherin zum zurückliegenden Verfahren aus.
Da der Landkreis Cuxhaven die betreffenden Verkehre en bloc geplant hat, beziehe sich die Genehmigungsentscheidung auf mehrere Busverbindungen. Für die von Ihnen genannte Linie 1020 bestehe die Besonderheit, dass sie ab 1. August 2027 dem Linienbündel "Stadtverkehr Cuxhaven" zugeordnet werden soll. Die Genehmigung für diese Linie sei deshalb nur bis zum 31. Juli 2027 erteilt worden. Für die übrigen Strecken innerhalb des "Linienbündels 2", darunter auch die Linie 1021, wurde die Genehmigung laut LNVG bis zum Sommer 2036 erteilt.
Ins Gewicht fiel die beste "Verkehrsbedienung"
Bei der Bewertung der beiden konkurrierenden Anträge sei unter anderem die beste Verkehrsbedienung als Entscheidungsmaßstab zugrunde gelegt worden. Andererseits habe man allerdings auf dem Berücksichtigungsgebot zugunsten des bisherigen Verkehrsunternehmens (KVG) entsprochen. "Nach umfassender Prüfung sind wir zu dem Ergebnis gelangt, dass der Antrag der genannten ARGE den Vorzug erhält. Dieses Ergebnis entspricht auch den Einschätzungen der beteiligten ÖPNV-Aufgabenträger, des Landkreises Cuxhaven und der Stadt Cuxhaven", betonte die LNVG-Sprecherin. Sie wies darauf hin, dass nicht nur in Bezug auf das Gesamtbündel, sondern "auch bei einer expliziten Betrachtung der Linien 1020 und 1021" bei der ARGE eine Vorzugswürdigkeit erkannt werden kann. Wie berichtet, ergeben sich namentlich für den Cuxhavener Ortsteil Oxstedt Verbesserungen hinsichtlich der Frequenz an Fahrten.
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