
Der Tourismus-Pavillon am Lichtenbergplatz besteht seit 1931.
vereins Cuxhaven. Der konnte schon vier Jahre später den Pavillon
am Lichtenbergplatz in Betrieb nehmen. Im April 1928,
avancierte Ohland dann zum Badekommissar der Stadt. Damit
übernahm er federführend die Aufgabe, das Seebad in der Entwicklung
voranzubringen und dafür zu sorgen, dass sich die
Badegäste wohlfühlten und ihr Vergnügen fanden.
Als Badekommissar war Fritz Ohland auch Marketing-Chef.
Von dem bekannten Fotografen Harry Glocke (1892–1945), der
sein Fotogeschäft und Atelier in der Deichstraße 17 betrieb,
ließ Ohland Ende der 20er-Anfang der 30-er Jahre die schönsten
Ansichten Cuxhavens auf Dias festhalten. Fotografiert wurden
nicht nur interessante Gebäude, sondern auch die Häfen
mit der Alten Liebe. Die Bäderschiffe waren beliebte Motive.
Auf den Schwarz-Weiß-Dias festgehalten wurden außerdem
die Übersee-Dampfer aus jenen Blickwinkeln, wie sie die Badegäste
bei den gefragten Besichtigungstouren an Bord erleben
konnten. Neben vielen maritimen Motiven dokumentierte
Harry Glocke den Fremdenverkehr und die dafür gebauten
Einrichtungen von der Alten Liebe über Grimmershörn, Döse
und Steinmarne bis hin nach Duhnen. Seine Fotos zeigen lebendiges
Strandleben – Bilder, die Lust auf einen Besuch im
Nordseebad Cuxhaven machten.
Mit diesen Dias im Gepäck reiste Badekommissar Ohland sowohl
nach Hamburg als auch nach Bremen und warb in Lichtbildervorträgen
für Besuche an den Cuxhavener Stränden. Er
war überzeugt: „Sonne, Sand, Seewind und Salzwasser bringen
wieder Lebensfreude. Darum: Auf ins Nordseebad Cuxhaven.“
In Bremen meinte Ohland im Kreis potenzieller Besucher:
„Vom Roland bis zur Kugelbake sind es nur 110 Kilometer.
Rasch, billig und bequem – aus der modernen Großstadt ins
moderne Nordseebad Cuxhaven.“
Mit der Eisenbahnanbindung seit 1881 nach Hamburg und ab
1896 in Richtung Geestemünde gab es beste Voraussetzungen
für den Seebad-Besuch. Die Gäste reisten darüber hinaus von
Hamburg kommend auch per Dampfer an. Zeitweise gab es sogar
eine Fluganbindung direkt bis an den Cuxhavener Strand.
Eine Junkers W33 landete problemlos auf dem damals festen
Cuxhavener Sandwatt und hob ebenso problemlos wieder ab.
In den 20er-Jahren war es schick, mit den Bäderdampfern auf
Tour zu gehen. Die „Cobra“, 1926 auf der Vulcan-Werft in Stettin
vom Stapel gelaufen, wurde von der HAPAG im Seebäderdienst
für Fahrten von Hamburg nach Cuxhaven und Helgoland eingesetzt.
Aufgrund des weißen Anstrichs „Schwan der Nordsee“
genannt, konnte die „Cobra“ bei einer Geschwindigkeit von
17 Knoten bis zu 1919 Passagiere aufnehmen. Sie legte an der
„Alten Liebe“ an. Von dort hatten die Cuxhaven-Besucher nur
einen kurzen Weg zum Bad oder bis zum Musikpavillon Grimmershörn.
Viele der in Hamburg von Fritz Ohland mit seinem Lichtbildervortrag
neugierig gemachten Bad-Besucher kamen zum
Kurkonzert in Cuxhaven auf dem ersten dieselgetriebenen
HADAG-Schiff „Jan Molsen“. Diese Hafenfähre mit 3000 Plätzen
wurde ab 1926 verstärkt im Seebäderverkehr eingesetzt.
Zeitweise auch in Charter des traditionsreichen Hamburger
Busunternehmens Jasper verkehrte die „Jan Molsen“ bis zum
2. Weltkrieg insbesondere zwischen Hamburg und Cuxhaven.
Aber auch nach 1945 kamen die Hamburger mit diesem Schiff
Für die Badegäste gab es Besichtigungstouren mit dem Bus.
Die Junkers W33 brachte Badegäste bis in das Döser Watt.
Die Badebrücke in Duhnen war lange ein Anziehungspunkt.