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mals die Leiterin der Beratungsstelle, Renate
Schlünzen. Der untere Bereich ist in Tortenstücke
geschnitten, man merkt das Runde
kaum. Dass es sich in runden Räumen spürbar
besser wohnen lässt, verspricht schon die
uralte, chinesischen Lehre „Feng Shui“. Sie
empfiehlt sogar, die Ecken in Räumen abzurunden,
damit die Lebensenergie harmonischer
fließen kann.
Mirabelle und Alain Caboussat
sind die neuen Besitzer
des Wasserturms
„Wichtig ist, dass der Wasserturm den Cuxhavenern
erhalten bleibt“, wünschen sich Mirabelle
und Alain Caboussat, die den Turm im
letzten Jahr erworben haben und Großes mit
ihm vorhaben. „Cuxhaven braucht Wahrzeichen,
damit sich alle, egal, ob Alteingesessene
oder Neuzugezogene, mit der Stadt identifizieren
können“, finden sie.
Geplant ist, dass im 1. Kelleruntergeschoss,
von außen her, die Gäste zum innen geführten
Aufzug gelangen. Im Erdgeschoss wird
ein Spezialitätenladen und Gewerbe entstehen.
Vom 1. bis zum 3. Obergeschoss, werden
pro Etage je zwei Hotelzimmer eingerichtet.
Im 4. OG befindet sich der Personalraum und
die Technik. Im 5. und 6. Obergeschoss wird
im und um den Wassertank das Café mit Galerie
eingerichtet. Zuoberst im Dach-Hut, wo
sich die Gauben befinden, erhält die Hotelsuite
ihren Platz, mit der traumhaften Aussicht
auf den Hafen und der Stadt.
Dafür müssen sie tüchtig investieren und
langen Atem im Umgang mit Behörden beweisen.
Und sie müssen in Kauf nehmen,
dass man 100 Fenster und 87 Treppenstufen
putzen muss. Dafür hat man am Ende aber
ein echtes Schmuckstück. Viele Cuxhavener
drücken den beiden Schweizern den Daumen,
dass alles klappt. „Unsere Investoren
aus der Schweiz verdienen, dass ihnen alle
Steine aus dem Weg geräumt werden, damit
sie so schnell wie möglich mit der Renovierung
des Wasserturms beginnen können“,
findet Wasserturmfan Beatrice Schilling.
„Die Sanierung ist ja nicht nur ein Privatvergnügen.
Davon haben alle Cuxhavener
am Ende etwas. Der alte Turm ist eines der
eindrucksvollsten Wahrzeichen Cuxhavens.
Man muss nur einmal kurz innehalten und
sich die Silhouette Cuxhavens ohne den roten
Backsteinturm mit dem geschwungenen
Dach vorstellen. Die grüne Patina auf dem
Kupferdach verleiht der Stadt Charme und
auch ein bisschen Poesie. Davon ist hier ja
architektonisch sonst nicht viel übrig geblieben.“
Joachim Tonn
i
Der Wasserturm wird
virtuell
Tag des offenen Denkmals /
Ehrenamtliche Helfer gesucht.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz
organisiert alljährlich den „Tag des offenen
Denkmals“.
Wegen der Coronakrise will die DSD in
diesem Jahr den Tag des offenen Denkmals
virtuell organisieren.
Bernhard Jaeger als Leiter des Ortskuratoriums
Cuxhaven der DSD plant, diese
Präsentation auf den Weg zu bringen.
Wer sich dem Turm mit seiner verblichenen
Pracht verbunden fühlt, soll sich
jetzt angesprochen fühlen: Es fehlen
ihm noch ehrenamtliche Mitstreiter und
Mitstreiterinnen, die neben der Liebe
zu alten Denkmalen auch noch Computerkenntnisse
mitbringen, um das in
seinem Kopf schon vorhandene „Drehbuch“
zu verwirklichen. Eine hochwertige
Videokamera ist bereits leihweise
organisiert.
Weitergehende Infos unter:
www.denkmalschutz.de
Die neuen Wasserturmbesitzer
Mirabelle und Alain Caboussat.