
Promis geben sich im Stadttheater
Cuxhaven die Klinke in die Hand
Neuer Spielplan für die Saison 2020/21 verspricht gute Unterhaltung
Ulrich Gebauer, Dominique Horwitz,
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Barbara Auer, Suzanne von
Borsody, Jörg Schüttauf, Miroslav
Nemec, Udo Wachtveitl, Diana Körner,
Ingo Appelt und viele weitere prominente
Gesichter zieren den neuen Spielplan
2020/2021 des Stadttheaters Cuxhaven.
Eigentlich sollte die Spielzeit in diesen
Tagen auf den Bühnenbrettern vor vollen
Besucherrängen vorgestellt werden. Doch
wegen der Corona-Pandemie wurde die
Präsentation wie so vieles in diesen Tagen
abgesagt.
Das CUXjournal nutzte die Gelegenheit
zu einem persönlichen Gespräch mit Gabriele
Hoffmann. Die Leiterin des Fachbereichs
Kultur blickt trotz der widrigen
Umstände zuversichtlich in die Zukunft.
„Dass eine Saison im Stadttheater Cuxhaven
mit acht Absagen in Folge endet, das
ist ein absolutes Novum“, sagt Gabriele
Hoffmann, die zuversichtlich in Richtung
Herbst blickt.
Denn am Freitag, den 4. September,
möchte Gabriele Hoffmann gern die lange
vorbereitete Spielzeitpräsentation im
Theatersaal nachholen. „Wir haben extra
die Schauspielerin Marjam Azemoun und
ihren Kollegen Frank Sommer nach Cuxhaven
eingeladen. Das prima Duo sollte
eigentlich bereits Ende April das neue
Programm im Theatersaal vorstellen. Ich
hege die Hoffnung, dass wir im Herbst die
Präsentation nachholen können.“
Welche Kriterien hat Gabriele Hoffmann
für den zweiten von ihr zu verantwortenden
Theaterspielplan angesetzt? „Natürlich
habe ich versucht, mir aus den letzten
erfolgreichen Spielzeiten so etwas wie ein
Raster anzufertigen, die Genres aufzuteilen
und mich daran zu orientieren. Außerdem
ist die genaue Auswertung der Besucherzahlen
eine wichtige Aufgabe“, verrät
Hoffmann im Gespräch mit dem CUXjournal.
Eine Anregung aus dem Besucherkreis
hat die Kulturamtsleiterin bereits
umgesetzt, in der neuen Spielzeit wird es
wieder weniger Montags-Vorstellungen
geben. „Wir haben jetzt wieder häufiger
Aufführungen auf das Wochenende terminieren
können.“
Vielseitige Spielzeit
Die neue Spielzeit wird am 27. September
musikalisch eröffnet: Passend zum
Beethoven-Jahr präsentieren Marcel Dorn
& Stephan Weh ihr Programm „Pianotainment“.
Nur einen Tag später wird im
Theatersaal die bekannte Komödie „Ein
Käfig voller Narren“ mit Lilo Wanders in einer
der tragenden Rollen gegeben.
Freunde des Krimis sollen am 4. Oktober
auf ihre Kosten kommen, wenn das Stück
„Die Therapie“ aus der Feder von Sebastian
Fitzek auf den Cuxhavener Bühnenbrettern
gegeben wird.
Mit ihrer unverwechselbaren sanften und
rauen Stimme schenkt die Schauspielerin
Suzanne von Borsody im Zusammenklang
mit der Musik des Ensembles Azul dem
„Mythos Frida Kahlo“ am 7. November
eine neue, unverfälschte Dimension. In
Briefen, Gedichten und Tagebucheintragungen
lässt sie die große Malerin zu Wort
kommen.
Gute Unterhaltung verspricht am 13. November
die Komödie „Monsieur Pierre geht
online“, in der unter anderem Walther Plate
und Bürger Lars Dietrich ihr Publikum
bestens unterhalten wollen.
Die Bremer Shakespeare Company ist
ebenfalls im neuen Spielplan vertreten,
und zwar am 1. März 2021 mit dem „Wintermärchen“.
Den folgenden Termin sollten sich Theatergänger
schon jetzt einmal vormerken,
am 14. März 2021 sind Diana Körner und
Dieter Gring in dem vielfach ausgezeichneten
Stück „Zweifel“ zu erleben, das mit
keiner geringeren als der Schauspielerin
Meryl Streep für das Kino verfilmt wurde.
In dem Stück geht es um den Missbrauch
Schutzbefohlener bei der Kirche.
Eine ganze Reihe interessanter musikalischer
Lesungen ist ebenfalls im Spielplan
zu finden: Exemplarisch erwähnt sind hier
die Abende „Liebe und andere Unglücksfälle“
am 21. März unter anderem mit
Dominique Horwitz und „herzleid los“ am
11. April mit Ulrich Gebauer und Ralf
Schink. Letztere beschäftigen sich mit
Texten von Erich Kästner, und zwar mit
seiner Lyrik für Erwachsene.
Den literarischen Reigen krönt Barbara
Auer am 17. April mit ihrer szenischen
Lesung des Klassikers „Frühstück bei
Tiffany“ aus der Feder von Truman Capote.
Jens Jürgen Potschka
Ulrich Gebauer
© Der Dehmel
Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl
© Stefan Nimmersgern
© Mirko Joerg Kellner
Suzanne von Borsody