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Fotos: Giedecke
Frischluft, Freiheit,
Fahrradfahren
Die schönsten Radwege für alle Altersgruppen in unserer Region
Wer viel von der Gegend sehen
möchte und dabei noch Wert auf
Bewegung und frische Luft legt,
der sollte sich auf den Sattel schwingen.
„Winderprobt“ sollte man schon sein, denn
ein Lüftchen – mal leicht, mal stark – gehört
in unseren Breiten dazu. Aber zum
Trost: wenn der Drahtesel in einer Richtung
starken Tritt braucht, geht der Rückweg
meistens leichter.
Im Cuxland warten aussichtsreiche
Strampelpfade
Cuxhaven – Otterndorf
und zurück
Los geht es vom Bahnhof zur Neufelder
Straße (hinter Real) durch die Cuxhavener
Fischmeile und Groden zum Elbe-Radweg,
der ausgeschildert und gut befahrbar ist.
Vorbei an der imposanten Siemens-Werkshalle
radelt man durch Wiesen und Äcker.
Ein Stopp an der Aussichtsplattform im
Landschaftspark Altenbruch lohnt sich,
denn den Blick auf die Elbe aus luftiger
Höhe sollte man sich nicht entgehen lassen.
Bei der Weiterfahrt erscheinen riesige Pötte
zum Anfassen nah, obwohl der Deich
fast acht Meter hoch ist. Kein Wunder! Das
ist die Elbe, eine der meist befahrenen
Wasserstraßen der Welt. Schon leuchtet
das Weiß des Altenbrucher Leuchtturms
„Dicke Berta“. Schade, heute ist keine
Hochzeitsgesellschaft dort. Nun führt der
Radweg vom Altenbrucher Hafen über den
Deich direkt zum Bojenbad Altenbruch.
Eine Rast in der Hängematte oder ein Imbiss
im Restaurant „Panorama“ helfen müden
Radfahrern wieder auf die Beine.
Bis Otterndorf hat man einen freien Blick
auf den Weltschifffahrtsweg. Ein lautstarkes
„Mäh“ der Schafe, wenn ein Gatter geöffnet
wird, um weiterzufahren. Die friedlich
grasenden Tiere auf dem Deichland
sind lebendige Rasenmähroboter.
Den idyllischen Stadtkern von Otterndorf
sollte man auf jeden Fall erkunden, bevor
man den Rückweg nach Cuxhaven durch
das Hinterland über Altenbruch antritt.
Ein unbeschreiblich schöner
Panoramablick auf den Moorsee
Otterndorf – Balksee
Fahrradfahren ist wie ein kleiner Urlaub.
Deshalb kann man die Tour ruhig weiter
ausdehnen.
Start ist am Hadeler Kanal und die Fahrt
geht über Belum nach Kehdingbruch.
Dort befindet sich eine Schleuse, wie man
sie vom „kleinen Wassermann“ her kennt.
Am Dörphus „An de Eck“ das Abbiegen in
die Auestade nicht verpassen. Geruhsam
schlängelt sich das Flüsslein Aue durch
Wiesen und Felder. Eine Entenfamilie begleitet
die Radfahrer ein Stück des Weges.
Vom Misthaufen kräht der Hahn und läutet
den Mittag ein. Einkehr im Gasthaus
Butt. Gut, dass man gleich alles wieder
abstrampeln kann. Die Kanalstraße führt
schnurstracks Richtung Balksee. Immer
entlang am Neuhaus-Bülkau-Kanal. Der
Aussichtsturm steht direkt am Ufer des
Sees und belohnt mit einem herrlichen
Ausblick. Auch Moorfrosch und Ringelnatter
fühlen sich hier wohl.
Die einzigen „Höhen“ auf der ganzen Fahrt
erlebt man übrigens auf dem Weg zum
Bahnhof Wingst. Ansonsten fährt es sich